Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 22 (1916)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1916)
- Article
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- Date
- 1916-01-01
- Page
- 29 (sequence 2)
- Language
- German
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VereinZnachrichten. 29 In der Ausübung seines Amtes ist am 16. Dezember-unser hochgeschätztes Dereinsmitglied, der braunschweigische Landesrabbiner 1)5. R,ü l f im 64. Lebensjahre plötzlich verschieden Auf dem jüdischen Friedhof in Braunschweig wurde der auf dem Felde der Ehre gefallene Leutnant Kurt Elias bestattet. Zur Trauer» feier hatte sich Hauptmann v. Grone, der Flügelaojutant des Herzogs," eingefunden,. der als Vertreter Sr. Kgl. Hoheit einen prächtigen Kranz niederlegte. Nachdem Or. Rülf eine ergreifende Trauerrede ’ gehalten und das Schlußgebet gesprochen hatte, - sank der Landesrabbiner plötzlich zusammen. Zwei anwesende Aerzte bemühten sich um den Bewußtlosen und machten eine Kampfereinspritzung; der Tod war aber schon infolge Herzschlags eingetreten. — Am 15. Januar d. I. ist in Dresden nach kurzem, schweren Leiden Herr Rabbiner Dr. Leopold Stein im 42. Lebensjahre verstorben. Die Dresdener Israelitische Religionsgemeinde betrauert, in dem Dahingeschiedenen ihren stellvertretenden Seelsorger, der auch als Lehrer sich um die Bildung der Jugend und als Rabbiner besonders um die Unterstützung der Armen verdient gemacht hat. Dem Dahingeschiedenen, der unserem Centralverein ein sehr reges Interesse widmete, ist auch in unseren Kreisen ein bleibendes Andenken gesichert. * -— Spenden. Einein letzten Wunsche des auf dem Flugplätze Johannisthal verunglückten Leutnants d. R. Josef Zürndorfer entsprechend, hat dessen Bruder, Herr F. Zürndorfer, uns ans den Ersparnissen des Verstorbenen 170 M. übersandt, deren Empfang wir mich an dieser Stelle dankend bestätigen. — Herr N. M o s s e in Brandenburg a. d. H. hat den Betrag von 10t) Mark, der in einem Prozesse ihm von der Gegenpartei als Vcrgleichssumme gezahlt wurde, nnserm Centralverein überwiesen. Auch für diese liebenswürdige Zulvendung drücken wir unseren Dank ctu*. — Ferner ging uns eine anonyme Spende aus Königsberg i. Pr. mit folgendem Schreibeit zu: „In freudiger Anerkennung der Tätigkeit des E.-V. deutscher Staatsbürger jüd. Gl., die ich neuestens aus den letzten Heften Ihrer Zeitschrift „Im Deutschen Reich" wiederum ersehen, übersende ich beifolgende ZO M. als Chanukahspcnde für die Zwecke des Vereins. Mit größter Wertschätzung Frau R. W." * -— Die diamantene Hochzeit unseres langjährigen Vereinsmitglicdes Moritz Manheim er und seiner Gattin Bertha Manhcimer ist am 5. Dezember in der Synagoge in Anwesenheit des gesamten Vorstandes der Berliner Gemeinde, der Repräsentantenversammlung und aller Gemeinderabbiner gefeiert worden. Die Stadt Berlin, deren Wohlfahrtseinrichtnngen der. Jubilar hervorragend ge-;övbcrt hat, war durch bcu Bürgermeister Reiche, Stadtrat Mielerrz, den Stadtvcrordncten-Vvrsteher Michelet und dessen Stellvertreter, Geheimrat Cassel, vertreten. In der Festpredigt hob Rabbiner Dr. Weiße unter den Verdiensten des Jubilars die Schaffung der Altersversorgungsanstalt, des Krankenhauses und der „Toleranzprofessur" hervor, sowie idaß das Ehepaar durch manche wohltätige Einrichtungen interkonfessioneller Art allezeit treues Rutsches und jüdisches Fühlen bewiesen habe. Daran schloß, sich die Ueberreichung der hom Kaiser gestifteten Ehejubiläumsmedaitte, die aus dem ZivilkabineLL mit einem kaiserlichen Glückwunschschreiben eingetroffen war.