Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1915)
- Article
- S., Spandau
- Date
- 1915-10-01
- Page
- 233 (sequence 1)
- Language
- German
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Briefkasten^ 233 Spandau. Me von dem antisemitischen Deckoffizier a. D. Hans v. Mosch herausgegebenen „Flugschriften des Vaterlands schen Volksbundes^ (Deutsche Loge z. A.), die altes, längst widerlegtes „Material gegen Talmud und Schulchan Aruch" aüffahren, sind unserer Aufmerksamkeit nicht entgangen. Wir verweisen auf den von uns seinerzeit veröffentlichten und später im Sonderdruck verbreiteten Artikel „Die Verlästerung", und behalten uns weitere Stellungnahme vor. 35 D. München. Es ist erfreulich, daß der Wg. Dr. Müller- Meiningen, in dem Finanzausschuß der bayerischen Kammer die Behauptung, es stünden Juden nur in verhältnismäßig unbedeutender Zahl an der Front, unter dem Hinweis auf die ansehnliche Anzahl der bereits im Borjahre gefallenen jüdischen Freiwilligen energisch zurückgewiesen hat. Er betonte, daß die Heeresverwaltung mit Recht die kaufmännischen Heeresangehörigen jüdischen Glaubens nicht unberücksichtigt gelassen habe. Üebrigens hübe das ganze deutsche Volk ohne irgendwelchen Unterschied der Religion und Partei seine Pflicht erfüllt. & Vr. in Meiningen. Es ist durchaus zu billigen, daß Sie dem Herrn Hofschauspieler, der in seinen Vorträgen zum Besten Verwundeter jüdische Soldaten verächtlich machte, auf das Unangemessene seines Verhaltens aufmerksam gemacht haben. Auch wenn derartige an sich kränkende Aeußerungen nicht ernst gemeint sind, sollten sie unterbleiben. $ Z), p^xmont Der leitende Arzt des Schloß-Sa n a * tsriums (früher Villa Königin Luise), Stabsarzt a. D. Dr^ Weber, hat sich allerdings, wie wir bereits früher berichtet haben, als „Antisemiteu-Doktor" bei der Aeichstagswahl in eifrigster Weise betätigt. $ Gin Feldgrauer. Wir haben wiederholt erklärt, daß anonyme' Einsendungen, auch wenn sie völlig einwandfrei sind, unberücksichtigt bleiben.