Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 10-11 (Oktober 1915)
- Article
- Die Firma J. Dhein in Crefeld
- Date
- 1915-10-01
- Page
- 231 (sequence 1)
- Language
- German
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Briefkasten.^ m Wirtschaftliche Angelegenheit. — Die Firma I. Dhein irr Crefeld, die sich als größtes Spezialhaus für Herren- und Knabenkleidung bezeichnet, hat kürzlich in einem Inserat im „Berliner Tageblatt", einen „erstklassigen, militärfreien Dekorateur (Christ)" gesucht. — Vas Baumaterialienuttö Baugeschäft Bev5emann in lösend erg, Kreis Heiligenbeil, benutzte eine von der G. m. b. H. vorm. Hermann Blumeuthal jr. — Gebr. Kadisch, Berliu-Wilruersdorf, einer Offerte beigefügte Postkarte zu der folgenden Bemerkung: .In Ostpreußen sind genügende christliche Baumaterialiengeschäste vorhanden, aus denen die Provinz ihren Bedarf befriedigt. Hd."- * — Im September d. I. stand im „Berliner Tageblatt" ein Inserat der Firma Rahmlow & Kreßmann in Halberstadt, die für ihr Seidenwaren- und Kleiderstoff-Geschäft 'einen Verkäufer mit dem ausdrücklichen Vermerk „Christ" suchte. Bei einer von unserem Vertrauensmann mit dem Inhaber der Firma genommenen Rücksprache bestritt derselbe, daß aus der Fassung der Annonce Antisemitismus vermutet werden könne, aber eine andere Fassung des Inserates nicht möglich sei, weil der verstorbene Bruder und Mitinhaber der Firma in gleicher Weise gehandelt habe. Zuletzt versprach Herr Kreßmann Lei künftigen Inseraten das Wort „christlich" mindestens zu umgehe-:. — Infolge plötzlichen Ablebens eines Zahnarztes mit großer Praxis ist in einer Stadt im Regierungsbezirk Frankfurt a. O., die 40 000 Einwohner zählt, die Niederlassung eines Zahnarztes erwünscht. & — In einer Kreisstadt im Regierungsbezirk Minden ist der einzige Augenarzt gestorben. Einer jungen, tüchtigen Kraft bietet sich die Möglichkeit, die Wohnung, vielleicht auch die Instrumente des Verstorbenen zu übernehmen. — Die Niederlassung eines tüchtigen Arztes wird in einer Stadt im Regierungsbezirk Frankfurt a. O. gewünscht, in der zwei Aerzte mit guter Praxis verstorben sind. Aehnlich liegen die Verhältnisse in einer Mittelstadt Oberschle--- s i e n s, wo dadurch für einen jüngeren Arzt eine vorzügliche Niederlassungsmö glichfett vorhanden ist. Nähere Auskunft erteilt das Bureau des CeuLralvereins. K Briefkasten. D. £17., 33crlttt. Der wegen dringenden Verdachtes schweren Landesverrates in Dresden verhaftete Kurt Kaul hatte sich dort den Barnen „Dr. Vlumenthal" beigelegt: Die „Deutsche Tageszeitung^ hat diese Falschmeldung verschwiegen und sich nicht enthalten können, an den von Kaul an gemaßten Bamen die echt antisemitische Bemerkung zu knüpfen: „Es ist bezeichnend, daß auch hierbei ein Mann mitspielt, dessen Barne den Gedanken an eine jüdische Abstammung nahelegt." Diese Art, Stimmung gegen die Juden zu machen, nennt die „Breslauer Zeitung" eine „antst semitische Tölpelei" rrnd fügt hinzu: „Kaul hatte klüger daran