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Im deutschen Reich · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · p. 190

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Article
Zukunftspolitiker
Date
1915-08-01
Page
190 (sequence 1)
Language
German
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190 Im deutschen Reich. — AukrrnftsxolrLiker. Unter der Rubrik „Aus der deutschvölkischen Bewegung" veröffentlichten die „Deutsch-völkischen Bewegung" folgenden Bericht -uns Elberfeld: „Unfern Stammtisch, an welchem sich Mittwochs unsere Gesinnungsgenossen treffen, haben wir „ Kr o nprinz " getauft. Dadurch wollen wir ihn zum Sammelpunkt derjenigen deutschen Menschen machen, die in dem Kronprinzen den zukünftigen Führer eines selb st bewußt en deutschen Volkes erblicken. Auswärtige Freunde seien darauf hingewiesen, daß sich unser Stammtisch im Rheinischen Hof, Holfaue, befindet." Wirtschaftliche Angelegenheit. — Der „Hildesheimer Allgemeinen Zeitung" zufolge ist der Stadt Elze und ihrer Umgebung das Schicksal beschießen, ohne Arzt zu sein. Seit die beiden vor Beginn des Krieges voll beschäftigten Aerzte in militärischen Diensten stehen, sind in Elze und Umgebung fast 7000 Personen darauf angewiesen, in Krankheitsfällen von weit her ärztliche Hilfe herbeizuholen, die zuweilen nicht rechtzeitig ein greifen kann. In Elze ''befindet sich eine Sh na g o geng-e m e i nd e. * Briefkasten. Fr. 3TL, Verlin. Sie kennzeichnen durchaus richtig die Art, die in dem öffentlichen Auftreten des Frl. Dr. A. S. seit geraumer Zeit beobachtet werden konnte. Da sie sich rrrt September v. I. in England hat taufen lassen und als Leiterin der sozialen Frauenschule auf junge Jüdinnen nachhaltig einwirken kann, werden wir dafür sorgen, daß unsere jungen Glanbensgenossinnen vor nachteiliger, ihr religiöses Empfinden verletzender Beeinflussung sicher sind. Das ist eine wichtige und wesentliche Aufgabe unseres Vereins und deshalb ein hervorragender Teil unseres ArbeiLsgebieLes. J. SWilmersdorf. Wir haben uns bedauerlicher Weise schon hinreichend, mit den sinnlosen KabareLtleistungen des Herrn Willy Prager beschäftigen Müssen, dessen törichte Selbstironie mehr und mehr km den Vogel erinnert, der sein eigenes Rest beschmutzt. Was seine Witzelei über das betrübende Ereignis in der Fasanensiraßen-Synagoge betrifft, ist so häßlich, daß wir über Herrn Prager die Akten schließen und ihn nur denen zuweisen können, zu denen er gehört. Entrüsten können wir uns nicht mehr über ihn, sondern nur über die gedankenlosen jüdischen Kabarettbesucher, denen derartige „Leistungen" noch Vergnügen machen und die nicht mit Entrüstung den Besitzern derartiger Unternehmungen erklären, daß das Auftreten eines solchen Mannes einen Schlag ins Gesicht des jüdischen Publikums bedeutet. A., Vreslau. Ein Inserat, durch das der Inhaber der Firma H e i n r ich G e h e r , Herr I. Chamrad in Oppeln , Verkäufer christlicher Konfession suchte, hat jüdische Kunden veranlaßt, ihm ihre Verwunderung darüber kund zu geben. Er erwiderte, die Fassung des Inserats sei auf ein Versehen seiner Buchhalterin zurückzuführen. Er sei kein Antisemit, habe auch schon jüdisches 'Personal gehabt und sei nicht abgeneigt, solches wieder einznstellen, fürchte aber nur, daß von einem T.eil seiner Kundschaft im Laden auch einmal Aeußerungen fallen könnten, die für ein jüdisches Ohr nicht angenehm seien.

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