Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 8-9 (August 1915)
- Article
- Lehrkräfte-Vertretung in der Kriegszeit
- Date
- 1915-08-01
- Page
- 179 (sequence 2)
- Language
- German
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Ver einsnachr ichten. 179 Zufügen: „Es ‘wärt Wohl gut, wenn die Unterrichts-Ministerien und die Schulaufsichtsbehörden — wenigstens in der notdürftigsten Weise — über das Wesen der talmicküschen Lehren unterrichtet würden, um sich, über die Bedeutung der obigen Maßregel klar zu werden — Fritschs I—Buch bietet ein geeignetes Mittel hierzu.^ Wenn irgend etwas geeignet ist, den Schulunterricht zu schädigen, sind es die Ansichten und Absichten des Herrn Fritsch, die er unberufen und unbefugt den Behörden ausdrängt. — Beratungsausschüfse. Zu der am 29. Mai d. I. auf Einladung des Landeshauptmanns b. Berg in Koni g s b e r g i. Pr. ab gehaltenen Versammlung, in der ein Beratung saus schuß für Kriegsbeschädigte gebildet wurde, waren außer einem Vertreter des Bischofs von Ermland zahlreiche Geistliche, aber kein Vertreter des Judentums, eingeladen worden. Durch diese Ausschaltung wurde in jüdischen Kreisen die Besorgnis erregt» daß die jüdischen Beschädigter — selbstverständlich unbeabsichtigterweise — geschädigt werden könnten. Herr Rabbiner Or. Vogelstein fprach deshalb im Landeshanse oor und erhielt die Zuficherung, daß nur versehentlich die Einladung unterblieben sei. Am 11. Juni erhielt Herr Dr. Vogelstein ein Schreiben des Herrn Landeshauptmann der Provinz Ostpreußen mit der gleichen Zusicherung und her Bitte, dem Beratungsaus'schnß, nachträglich als Mitglied beizutreten und sich mit Rat und Tat an der Mitarbeit zu beteiligen. — Allen unfern Ortsgruppen und Landesverbänden ist ein gleiches energisches Vorgehen zu empfehlen, indem sie darauf achten, daß in diesen Beyatungsdusschüften auch ein Vertreter der jüdischen Gemeinde sitzt. — Llriegswucher. Der Vor stand des C ent ra lv er ei n s hat an seine sämtlichen Ortsgruppen und Vertrauensmänner das Ersuchen gerichtet, selbst die geringsten Vorkommnisse, die auf den Kriegswucher Bezug haben, zu feiner Kenntnis zu. bringen, gleichviel ob sie Juden oder Christen betreffen. Es gilt, dadurch ein Material zu beschaffen, das nicht nur Abwehrzwecken dienen soll, sondern auch der Einkehr. Dem Centralverein hat die Pflicht der Einkehr die 'Notwendigkeit auferlegt, gegen Kriegswucher jeder Art zu kämpfen; von diesem Grundsatz wird er auch, in Zukunft nicht abgehen. — Der Schriftleitung öer „Germania" haben wir mitgeteiltdaß von einem katholischen Kameraden einem jüdischen Soldaten das in ihrem Verlage erscheinende „SonntagsblLtt für die katholischen Mannschaften des deutschen Heeres" vom 6. Juni gezeigt wurde, das Lm Anschluß an eine Stelle im Evangelium eine Bemerkung über „die zu irdischen Vergnügungen neigenden Juden und ihre Torheit" enthalt. Wjr haben dabei! der Hoffnung Aus!-- druck verliehen, daß solche, die Empfindungen der Juden. verletzenden Wendungen im Interesse des jetzt besonders nötigen konfessionellen Friedens vermieden werden. — Antisemitische Drucksachen während des Burgfriedens. Der Vorstand des Centralvereins, der nur höchst ungern in der gegenwärtigen Zeit die Staatsbehörden in Anspruch nimmt, hat dies in einigen Fällen doch Lun müssen, wp es sich, darum handelte, gegen das Verteilen antisemitischer Hetzblätter und Druckschriften im Felde, in den Lazaretten und in den Gefangenenlagern einzuschreiten. Es sind in zahlreichen Fällen Erfolge Erzielt und Verbote weiterer Verbreitung ausgesprochen worden, denselben Erfolg hatten mehrfache Eingaben auf Beschlag nah me autsiemit sicher illustrierter Karten. — „Freie Liebe und wahre Ehe. Ein Vortrag von S. Keller. Buchhandlung der Evangelischen Gesellschaft in Zürich". In dieser