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Im deutschen Reich · 1915-08-01 · Heft 8-9 (August 1915) · p. 177

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 8-9 (August 1915)
Article
Beförderungen
Date
1915-08-01
Page
177 (sequence 2)
Language
German
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Verernsnachrichten. 177 1915 wurde ihm das Eiserne Kreuz I. Klasse verliehen und die Beförderung zum Leutnant zu teil. — Zu den jüdischen Kriegsteilnehmern, die das Eiserne Kreuz II. Klasse und später Offiziersrang erhielten, gehört der Negierungsbaumeister Alex Barwald in Berlin, der an dem Bau der Kgl. Bibliothek hervorragend tätig gewesen ist und sich im Kriege bei der Watrosen-Artillerie so ausgezeichnet hat, daß er zum! Leutnant der Seewehr befördert worden ist und jetzt ein Festungswerk befehligen soll. — Ferner konnten wir der „Kölnischen Volkszeitung" die freudige Mitteilung entnehmen, daß auch ein angesehenes Mitgliedunserer Ortsgruppe Köln, Herr Dr. med. Max Samuel, der im 16. Armeekorps, Infanterie-Regiment 30, sich hervorragend betätigt hat, durch die Verleihung des Eisernen Kreuzes erster Klasse ausgezeichnet wurde. In der Festpredigt zum Jahrestag der Kriegserklärung hat Rabbiner Dr. Ros enthal von der Kanzel aus diese Auszeichnung erwähnt und Hinzugefügt: „Was das Schönste an dieser Auszeichnung ist: sie ist erfolgt in gleicher Weise für Heldentaten unerschrockenen Mutes wie hingebender, vorbildlicher Menschenliebe." — Immerwährende Mitgliedschaft. Aus Anlaß der ersten Wiederkehr des Todestages ihres Gemahls, des Geheimen Iustizrats Dr. Hermann Veit Simon, der am 16, Auli 1914 in St. Blasien verschied, übersandte uns Frau Geheimrat Hedwig Simon einen höheren Betrag für die Zwecke unseres Vereins, dem der Verstorbene als treues Mitglied- 13 Jahre hindurch angehörte. Der Vereinsvorstand beschloß den auch durch.seine Tätigkeit als Vorsitzender des Kuratoriums der Lehranstalt für die Wissenschaft des Judentums und als Mitglied der RepräsentanLenversammlung der jüdischen Gemeinde Berlin verdienten Dahingeschiedenen als immerwahrendes W itglied des Eentralvereins in die Ehrentafel einzutragen. — Der Sohn eines langjährigen Vereinsmitgliedes, des Herrn I. Abraham in Oppeln, cand. med. B r u n o Abraham, der selbst sechs Jahre hindurch dem Lentralverein als eifriges Mitglied angehörte, ist in Rußland als Opfer seines Berufes am 1. Januar verstorben. Das A-ndenken an den im treuen Dienste des Vaterlandes Dahingeschiedenen wird durch Eintragung seines Ranrens in die Listeunserer immerwähren-- den Mitglieder dauernd bewahrt. ' — Die Zentralstelle für Auslanösörenst Berlin W. 62 übersandte uns die Broschüre „Der Weltkrieg und das Schicksal d e r Juden" von Binjamin Segel, die dazu benimmt ist zu einer großzügigen Auslands-Propaganda unter den ausländischen Juden verwertet zu werden. Wir haben uns der Zentralsteicke gegenüber bereit erklärt, d urch uns-eche Ortsgruppen dafür zu sorgen, daß möglichst viele Exemplare dieser ausgezeichneten Schrift in die Hände von ausländischen Juden kommen. Die Bedeutung der Schrift für die Aufklärung-unserer Glaubensgenossen in den neutralen Ländern kann nicht hoch genug veranschlagt werden, denn der Verfasser hat sich voraussichtlich erfolgreich bemüht, dem Ziel zuzustreben, daß zwischen den verschiedenen Völkern gegenseitige Erkenntnis, Aufrichtigkeit, Wahrheit und Gerechtigkeit herrsche. Wird das Ziel erreicht, daß durch Erkenntnis der Wahrheit sich Gerechtigkeit verbreite, dann kann nach dem Weltkrieg neues Leben aus den Ruinen blühen. Die in dem Buche gebotenen Wobrheiten müssen aber auch, in geeigneter Weise verbreitet, in die rechten Hände gelangen und zu Gemüt geführt werden. Segel verbreitet sich in dem Buche über die Verwirrung des Urteils in

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