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Im deutschen Reich · 1915-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1915) · p. 139

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1915)
Article
G. E., Berlin
Date
1915-05-01
Page
139 (sequence 2)
Language
German
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Bücherschau. 139 harrlich und bescheiden gewesen, haben die demütigste Arbeit vernichtet, haben das härteste Leben ertragen, haben gearbeitet und immer wieder gearbeitet, in den Fabriken, Laboratorien, in den Banken, überall, wo mau einen Menschen mit Rückgrat brauchte, wo ein unbeirrt er Wille, eine gradlinige 'Natur vonnöten war." — Wie stimmt das mit der Parteinahme der „Täglichen Rundschau." gegen die Verurteilung des Antisemiten Th. Fritsch überein?! G. Berlin. Da der Verein „Kr i e-ge r h e i m" die Anterstütznng der Kriegsinvaliden ohne Rnterschied der Partei und des Bekenntnisses zugesagt hat, ist von einem jüdischen Mitbegründer des Vereins seinerzeit angeregt worden, den u. a. von den hiesigen Herren Rabbiner Dr. Maybaum, Dr. Weiße und Dr. Warschauer, sowie von dem Vorsitzendes des ^Verbandes der jüdischen Lehrer- Vereine in Hamburg, Herrn Rektor Fosef Feiner in Hamburg, mit Unterzeichneten Aufruf an die Vorstände der jüdischen Gemeinden zu versenden. Wie man sich zu dem Unternehmen selbst stellt, kommt dabei nicht in Betracht. Daß aber einzelne Vorstände kleiner jüdischer Gemeinden die Annahme 'verweigerten, ohne die Briefe zu öffnen, ist ein Verfahren, das allerdings befremdlich erscheint. B. G„ Berlin. Vor der Wahl neuer Berufe während des Krieges kann im allgemeinen nur gewarnt werden, da sich die Verhältnisse nach 'keiner Richtung hin übersehen lassen, insbesondere! wird j e tzck niemand an die Renhegründung einer Fischzuchtober) Geflügelanstalt denken können. & Dr. G., Berlin. Es ist traurig genug, daß Juden sich dazu verstehen, einen „Künstler" wie Herrn Willy Prager in den sogenannten Berliner Kabaretts anzühören. Die geschmacklosen Mauscheleien, die blödesten jüdischen Witze und die törichste Selbstironie sind der Inhalt des Pragerschen Programms. Man sollte meinen, daß jeder selbstbewußte Iiä)e sich von den Vorträgen dieses Herrn fernhält, der auf seine Geschmacklosigkeiten schon genügend aufmerksam gewacht worden ist.

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