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Im deutschen Reich · 1915-05-01 · Heft 5-7 (Mai 1915) · p. 129

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 5-7 (Mai 1915)
Article
Würdelos
Date
1915-05-01
Page
129 (sequence 2)
Language
German
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V er einsna chricht en- 129 ^keues, Schöneres, ihm Adäquates aus den Ruinen erftegen zu sehen. Ein Don Ouichote der Kultur, der dem Idealen nachzueilen wähnt, 'und durch derbe Püffe und Stöße, immer in die Wirklichkeit zurückgestoßen wird. Ein Ritter von der traurigen Gestalt, der mit dem papiernen Rüstzeug des geschriebenen Wortes gegen die Windmühlen der „Reaktion" Sturm lauft. Was Wunder, daß solches Eindringen in das Geistesgehege des andern auf heftigen Widerstand stößt? Es kann den Beteiligten unmöglich gleichgültig sein, wenn (etn jüdisch er Zeitungsschreiber die inneren Angelegenheiten der evangelischen Kirche polemisch behandelt, wenn hemmungs'- loser jüdischer Witz, dem auch das Judentum nichts mehr bedeutet, sich an Dingen reibt, die einem großen Teil des deutschen Volkes heilig sind, wenn schließlich die völlige Entartung eines ursprünglich gut gemeinten, doch irregeleiteten Strebens sich im skrupellosen Agenten der geistigen Mode kundgibt, der jede Rarrheit in klingende Münze umzuwandeln weiß." Diese Sätze hat die Kreuzzeitung nicht etwa einem Antisemitenblatt^entnommen, sondern der „Jüdischen Presse", in der sich ein Dr. Gerso n als Verfasser nennt. Wenn sich wirklich ein Jude nicht ent blöd et haben sollte, derartiges zu schreiben, würde dies nur beweisen, wie der Antisemitismus auch auf das Gehirn eines Juden wirken kann. Vereinsnachrichten. —- Beförderungen. Der ltin die Sache unseres Vereins sehr verdiente Schriftführer unserer Ortsgruppe D nisb urg, Herr Rechtsanwalt Dt. R i ch a r d R o s e n t h a l, ist zum Leutnant der Reserve in der zweiten Armee befördert worden. — Das langjährige Vorstandsmitglied der Ortsgruppe Berlin R. R. O., Herr Sanitätsr a t Dr. Lüdwig H a h n , der ein Militärlazarett in den südlichen Vogesen leitet, wurde zum Oberstabsarzt befördert und mit dem Eisernen. Kreuz ausgezeichnet. — Herr Dr. E d m u n d Werner ails Berlin-Halensee, ein Mitglied unseres Hauptvorstandes, z. Z. Stabsarzt im .,41.' Reserve-Armeekorps, hat ebenfalls das Eiserne Kreuz erhalten. — Bei dem Ausbruch« des Krieges war der Sohn unseres Vereinsmitgliedes, des Kaufmanns und Kirchenvorstehers Ludwig Stern in Stuttgart, V e r n h a r d Stern, als Anteroffizier der Reserve im 120. württembergischen Reserve-Infanterie-Regiment ins Feld gezogen. Rachdem er bereits im vorigen 'Jahre zum Bizeseldwebel befördert und mit dem Eisernen Kreuz 2. Klasse ausgezeichnet worden war, ist er zum Leutnant befördert worden und hatte die Ehre, nach Empfang des Offizierspatents sich bei bient im Felde anwesenden König Wilhelm von Württemberg zu melden. — Die Ortsgruppe Frankenthal i. d. Pfalz teilt uns mit: „Der 19 Jahre alte Kriegsfreiwillige Paill Weyer, ein Sohn des seit August v. I. in Casablanca auf Korsika internierten Julius Meyer und Enkel eines langjährigen Mitgliedes unserer Ortsgruppe Frankenthal, des Herrn Heinrich Buxbanm, ist laut Patent vom 22. März vom Gefreiten zum Leutnant der Reserve befördert worden. Irr Anbetracht der Jugend und der Kürze der Dienstzeit gewiß ein Zeichen besonderer Tüchtigkeit!" — Ein Sohn unseres Berliner Vereinsmitgliedes Herrn Max Stein, Egon Stein, der, erst 18 Jahre alt, als Kriegs-

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