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Im deutschen Reich · 1915-03-01 · Heft 3-4 (März 1915) · p. 87

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 3-4 (März 1915)
Article
Opfer des Krieges [Nachricht]
Date
1915-03-01
Page
87 (sequence 2)
Language
German
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V er einsnachr icht cn. 87 ist em echt jüdisches Leven zu früh heim ge gangen. Doch der liebe Gott hat es so gewollt — sein hoher Alaine sei gelobt tu alle Ewigkeit! Es grüßt hochachtungsvoll die trauernde Mutter. H — Nachstehendes Veil e i dschreibe lt wurde uns zur Verfügung gestellt: „Ich muß Ihnen leider die betrübende Nachricht geben, daß Ihr Enkel, der Soldat Hans Nlbert Grünberg, seit der Schlacht bei.als vermißt gemeldet ist. Er war einer meiner bravsten und tapfersten Soldaten und setzte sein Alles ein für die große Aufgabe. Hoffentlich findet er sich bald bei der Truppe wieder ein. Sllii Ihrem stillen Einverständnis ist der Inhalt Ihrer Pakete an bedürftige Kameraden durch mich verteilt worden, da eine Belastung der Post mit rückgehenden Postsendungen die Entsendung von Sachen sehr erschwert? .. Leutnant, Ko mp.-Führer. H — Die Familie Wertheim in L u d w i g s b u r g betrauert den am 2. Januar auf dem Felde der Ehre gefallenen Sohn Siegw-art) der in noch nicht vollendetem 18. Lebensjahre Ritter des Eisernen Kreuzes und Inhaber der Silbernen Tapferkeits- Medaille war. Er — Die Deutsche wacht veröffentlichte am 13. Dezember 1914 einen Leitartikel, in dem der Verfasser Dr. H. P. (doch Wohl Heinrich Pudor?) sich grobe Beschimpfungen der Juden wie die folgenden Aeußerungen gestattete: „Es wird leider immer klarer, daß den größten Teil des Gewinnes an den ungeheuren Heeresliefsrungen der hauptsächlich in den Hunden des jüdischen Fremd- Volkes liegende Zwischenhandel einstreicht. Der Jude ist es, der grinsend dabeisteht und sein Geschäftchen macht, da der Staat seine Schuldenlast vergrößert. Aard da soll man schweigen und nichts verlauten lassen, daß Deutschlands Krieger vielfach aus I u d e n h ä n d en ihren Waffenvorrat erhalten/' Dieser Bruch des „Burgfriedens" veranlaßt uns, das S! e l l v e r t r e t e n d e G e n e r a I f o nt m a n b o in Dresden darauf aufmerksam zu machen, in welchem hohen Maße derartige Veröffentlichungen geeignet seien, den Frieden unter den Bekenntnisse zu. stören und wie kränkend sie für die deutschen Juden seien, die mit Gut und Blut für König und Vaterland, für Kaiser und Reich kämpfen. Darauf ließ uns das Stellvertretende Generalkommando am 25. Januar d. I. nachstehenden Bescheid zugehen: „Dem Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens in Berlin wird hierdurch unter Bezugnahme auf die Eingabe vom 2. Januar bezüglich des Artikels der „Deutschen Wacht" vom 13. Dezember 1914 mitgereilt, daß die Schriftleitung wegen dieses Verstoßes gegen die destehendLN Bestimmungen vom Oberkommando

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