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Im deutschen Reich · 1915-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1915) · p. 47

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1915)
Article
Die Alexander und Fanny Simonsche Stiftung zu Hannover [Rezension]
Date
1915-01-01
Page
47 (sequence 2)
Language
German
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Briefkasten. 47 saßen Ausgebildeten Lei christlichen und jüdischen Besitzern, bezahlte Stellungen gefunden haben, die auch, soweit es sich um den Wert der Bezüge handelt, den Vergleich mit käufmärrnischen Anfangsstellungen gut aushalten. Wenn der Wert der Simonschen Stiftung mehr und mehr Anerkennung findet und dies die geplante Erwerbung günstiger Bodenflächen zu Änsiedelungspunkten ermöglichen sollte, würde die Frage der Ausbildung tüchtiger jüdischer Landwirte in Deutschland einer Lösung entgegengeführt werden. Der Lkrieg und die polnischen Juden in ihrem Verhältnis zu Deutschland. Von Felix Perl es. Verlag von Gräfe & rlnzer, Königsberg. 1914. Preis^oO Pf. Der Verfasser vertritt die Ansicht, daß man int allgemeinen wohl die polnischen Juden vom Ansehen kennt, aber diese Beurteilung nach dem äußeren Eindruck zu falschen Vorstellungen führe. Erst eine genaue Kenntnis ihrer Geschichte und ihrer augenblicklichen Lage lasse uns ihr Wesen und ihre Hinneigung 31t Deutschland verstehen, die viel tiefer verankert sei, als in der bloßen Dankbarkeit gegen ihren Befreier von der russischen Tyrannei, die ihnen nicht nur das Brot des Leibes, souderu auch die geistige Nahrung entzieht. Der Verfasser gelangt auf Grund seiner Erfahrungen in Königsberg zu dem Art eil, daß. die Kinder dieser Königsberger Ansiedler überraschend schnell deutsche Sprache und Bildung annehmen, sowie daß auch die noch nicht naturalisierten. Erwachsenen politisch und kulturell durchaus deutsch empfinden und diese Gesinnung durch Stellung von 32 Kriegsfreiwilligen bekundet haben. Dies bestärkt ihn in der Reberzeugnng, daß die Aeberleitnng des polnischen Juden zur Luft der Freiheit nur die Folge haben werde, ihre Religiosität und sonstigen Vorzüge zu erhalten, ihre Fehler abzulegen und ihre zweifellos vorhandenen Fähigkeiten, zur fruchtbaren Entfaltung zu bringen. Rach Ansicht des Verfassers würde bei den Verlusten an kostbarem Menschenmaterial, die der Krieg mit sich bringe, eine Summe unverbrauchter Intelligenz, die in den Dienst des Deutschtums zu treten bereit sei, schließlich als ein Gewinn für das Vaterland angesehen werden. Wie weit dies zutrifft, entzieht sich unserer Beurteilung. Wir beschränken uns deshalb auf die obige Wiedergabe des Hauptinhalts der interessanten Schrift. dl. L. Erlebtes und Erstrebtes. Erinnerungen von I)r. E. Heinrich K i f ch, Aniversitäts - Professor, RegicrnnqSrat, W'cn-Marien» bad. 2. Auflage. Deutsche Verlags-Änstack, Stuttgart und Berlin. 1914. Preis geb. 7 M., ungeb. 6 M. Für die Beurteilung der Lage der Juden zu Beginn, d's 19. Jahrhunderts bildet das interessante Werk viele und wertvolle Beiträge. Das geben Theodor bjerzls. S$on ^Iho l\ F r i e b e m a n n. Jüdischer Verlag, Berlin und Leipzig. 1914. Preis 2 M. Die warmherzig und interessant geschriebene Lebensgeschichte Theodor Herzls kann allen denen, die für jüdische Fragen Interesse haben, bestens empfohlen werden. Briefkasten. E. Berlin. Es ist nur zu wünschen, daß die „Tägl. Rundschau" auch nach dem Friedensschluß ihrer eigenen Artikel eingedenk bleibt. I. B. hat sie am 27. Oktober sich entschieden dagegen erklärt, daß man jetzjt die Parole ausgeben wolle, die Eng-

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