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Im deutschen Reich · 1915-01-01 · Heft 1-2 (Januar 1915) · p. 42

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
21 (1915)
Issue
Heft 1-2 (Januar 1915)
Article
Im Briefkasten der "Deutsch-Sozialen Blätter"
Date
1915-01-01
Page
42 (sequence 2)
Language
German
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42 Im deutschen Reich. zog, Latz der frühere Abgeordnete F. Raab nicht mehr v'erank«- wortlich zeichnet, sondern der Generalsekretär Henningsen. In dem endlich auf den 22. Oktober 1914 anberaumten Termirr verurteilte das Schöffengericht Hamburg den Angeklagten Raab zu hl) Mark Geldstrafe sowie zur Tragung der Kosten des Verfahrens, und erteilte dem Privatkläger Publikationsbefugnis. In der Urteilsbegründung wurde gesagt, daß der inkriminierte Artikel offenbar lediglich den Zweck verfolgte, den Privatkläger zu kränken, auch mehrere formale Beleidigungen enthalte, die auch als öffentliche anzusehen seien. Es sei aber eine milde Auffassung berechtigt, weil der Angeklagte (der frühere Abgeordnete F. Raab) „ a n s i ch- P o r 3 e 11 a n m a I e r t ft, n u r e i n e m i m '^yeibe st ehenden F^ reunde zu Liebe die Reduktion b e r ,, Deutsch-Sozialen Blätter" ü b e r n 0 m m e n hat, sich dieser Aufgabe .aber seines Hauptberufes wegen nur oberflächlich widmen konnte, und daher den fraglichen Artikel nicht gründlich geprüft hat." Jur „Rammet“ veröffentlichte der Herausgeber T h. F r i t s ch folgende Erklärung: „Eine Anzahl Zuschriften, die sich wir Beobachtungen über das Verhalten der Israeliten im Kriege befassen, können wir vorläufig nicht abdrucken, da von den Behörden strenge Weisung ergangen ist, während des Krieges jede Polemik gegen die Juden zu unterlassen." Das badische Kultusministerium hat auf eine von unserer Ortsgruppe Karlsruhe erhobene 'Beschwerde darüber, daß die Direktion der Gr. Hof- und Landesbibliothek ihre Bitte um Entfernung des „Hammer" aus dem Lesesaale nicht erfüllte, unserer Ortsgruppe folgenden Bescheid erteilt: „Wir haben die Direktion der Gr. Hof- und Landesbibliothek angewiesen, im Interesse der durch die ernste Zeit dringend gebotenen Wahrung des inneren Friedens von dem Auflegen des „Hammer" im Lesesaal für die Dauer des Krieges abznsehen." — Die Arrnz-Stiftung unterstützt nur diejenigen ungedruckten Arbeiten durch eine Beihilfe zu den Druckkosten, welche in philologisch-historischer Methode die Wissenschaft des Juden- 1: u m s fördern. Die Antragsbriefe sind in deutscher Sprache und begleitet von der ganzen Arbeit oder von einem für eine Beurteilung ausreichenden Teile im Monat März 1915 dem Schriftführer, Herrn 'Direktor Dr. Minden, einzureichen. Anträge mit- Manuskripte sind zu richten nach Ä r t i l l e r i e st r a ß e 14. Für 1995 sind 1600 Mark verfügbar. —- Die £ehxanftalt für Hie Wissenschaft des Judentums veranstaltet im Januar und Februar 1915 in der Aula der Knabenschule, Große Hamburger Straße 27, einen Zyklus von Vorl e s u n g e n zum Vesten des Stipendiensonds der Anstalt und der vorn Krieg Betroffenen. Am 11. Januar 1915 spricht Geheimer Rat Prof. Dr. Geiger .über Dorothea Mendelssohn, am 25. Januar: Dr. Joseph Lehmann über Anschauungen primitiver Völler und ihre Rachwirkungen in höheren Religionen: am 1. Februar liest Schauspieler Ludwig Hartau Rezitationen aus der Bibel sowie altere und neuere Dichtungen vor; am 8. Februar spricht Abg. Dr. theol. Traub über Krieg und Kultur: am 15. Februar Dr. Sutznitzki über Palästina und Sinai-Halbinsel als Kriegsgebiet (mit Lichtbildern) und am 22. Februar Prof. Dr. Hvrowitz. über alte deutsche Denker und die gegenwärtigen Kämpfe. - Die jüdische Gemeinde hx Wiesbaden hat mehrere hundert Pakete, enthaltend Schokolade, Zigarren, Schreibutensilien, cUk-

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