Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1915)
- Article
- Unverbesserlich
- Date
- 1915-01-01
- Page
- 41 (sequence 1)
- Language
- German
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Korrespondenzen. 42 — Anverbesserlrch. Am 23. Oktober veröffentlichten die meisten Berliner Tagesblätter unverkürzt nachstehende Meldung des Wolf f« scheu T e 1 e g r a p h en - B ur e a u s: „Zur Besetzung Samoas durch die Engländer schreibt der Direktor des Museums für Völkerkunde in Berlin, Professor v. Lu schau, in einem aus Pago- Pago, dem Hafen der amerikanischen Samoainsel Tutuila, an den Staatssekretär des Neichs-Kolonialamtes vr. Sols gerichteten und von Honolulu aus abgesandten Briefe u. a. folgendes: „Vielleicht darf ich auch mitteilen, wie die hiesigen Amerikaner voll Begeisterung von dem Leiter der deutschen Funkenstation in Apia erzählen, daß er im letzten Augenblick seinen Apparat unbrauchbar gemacht und daß er die Engländer ausgelacht habe, als sie ihm 100 000 Mark boten, wenn er ihnen den Apparat wieder in Ordnung brächte. Noch mehr aber hätte er den Leuten ins Gesicht gelacht, als sie ihm mit Erschießen gedroht." Der wackere Deutsche, Namens Hirsch, Angestellter der Deutschen Südsee-Gesellschüft für drahtlose Telegraphie, ist schließlich von den Engländern aus Samoa weggeführt worden." — In dem Organ des „Bundes der Landwirte"', der „Deutschen Tageszeitung", lauteten die Schlußworte wie folgt: „Der wackere deutsche Angestellte der Deutschen Südsce-Eesellschaft für drahtlose Telegraphie ist schließlich von den Engländern aus Samoa weggeführt worden." Die Worte „Namens Hirsch" waren von der auf der „Burg w acht" stehenden „Deutschen Tageszeitung" offenbar gestrichen, um ihren früheren Tendenzen auch in der Zeck des Burgfriedens nicht ganz untreu zu werden. '— Dev Verein für silbische %xctnfenpföe$exinnett zu Frankfurt a. M. verfügt gegenwärtig über 56 Schwestern und 13 Lehrschwestern. Von diesen sind 13 dem Noten Kreuz direkt unterstellt, und zwar arbeiten 6 im Kriegslazarett in Deynze (Westflandrischer Kriegsschauplatz), 2 aus der Etappenstation" Diedenhofeu und 7 im H-esrungslazarett XXII b in Strasburg (davon eine als Oberin). Im Krankenhaus der Israelitischen Gemeinde, hier, das seither 150 Verwundete verpflegte, sind 33 Pflegekräfte des Vereins beschäftigt. Der Stadt Frankfurt sind 4 Schwestern zur Verfügung gestellt, davon 2 als leitende Oberschwestern städtischer Lazarette. Irr seinem Schwesternhaus, Vornheimer Landwehr 85, hat der Verein eilt eigenes Lazarett eingerichtet, in dem 50 Verwundete verpflegt werden und sechs Schwestern beschäftigt sind. Außerdem sind noch einzelne Schwestern des Vereins hier und auswärts als Oberinnen von Anstalten und Krankenhäusern tätig, die gegenwärtig Verwundete beherbergen. — Jm Briefkasten her „Deutsch-Sozialen Blätter" war im Sommer des Jahres 1911 die Anfrage enthalten, ob jemand über den Verfasser der Schrift: „Die Freunde des Kronprinzen", Herrn Arthur Lewinnek, Auskunft erteilen könne. Eine darauf erfolgte Antwort, die von den „Deutsch-Sozialen Blättern" am 19. Juli 1913 veröffentlicht wurde, enthielt die Worte: „Vorbestraft ist er bisher nicht, doch war .er einmal toegcit Erpressung an geklagt, wurde aber, wahrscheinlich wegen mangelnder Beweise, freigesprochen." Am 23. August 1913 berichteten die „Deutsch-Sozialen Blätter", daß wegen dieser Zuschrift Klage erhoben worden sei und der Kläger die angeführten Tatsachen als unwahr bezeichne. Der Fall zeige von neuem, daß die Linsender von Mitteilungen nicht gewissenhaft genug Vorgehen könnten. Der Beleidigte verfolgte aber die Angelegenheit weiter, die sich dadurch in die Länge