Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 21 (1915)
- Issue
- Heft 1-2 (Januar 1915)
- Article
- Titelblatt [Nachricht] / Im deutschen Reich <Expedition>
- Date
- 1915-01-01
- Page
- 2 (sequence 1)
- Language
- German
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2 Im deutschen Reich. Das mit dem Titelblatt verbundene Inhaltsverzeichnis für den Jahrgang 1914 wird in den nächsten Tagen fertiggestellt und den Empfängern der Zeit« schrift auf Wunsch portofrei zugefandt werden. Die Expedition der Zeitschrift „Im deutschen Reich.a Inhalt: A a ch r u f. -- Versammln ngsbericht: „ D e r Krieg": Vorträge von IusLizraL Dr. H o r w i tz , Geh. IustizraL Dr. Fuchs und Syndikus Dr. Holländer. — T. G. v. Hippel als Vorkämpfer der Emanzipation. Von Dr. A. Ko Hut. — Der Herr d er Heerscharen, KriegsbeLrachtungen von Dr. Jacob- Dortmund. — Vereinsnachrichten, Korrespondenzen, Vermischtes, Wirtschaftliches, Bücherschau und Briefkasten. Der Krieg. Stenographischer Bericht über die Versammlung des Central- Vereins Deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens, .am .Montag, dem 23. November 1914 im 'Beethoven-Saal in Berlin. Ilm 9 Ahr abenb§> eröffnete der Vorsitzende, Jnstrzrat Dr. Vorwitz, die Versammlung mit folgender Ansprache: Meine Damen und Herren! Liebe Vereinsgenossen! IN ernster Zeit haben wir heute unsere Mitglieder um uns geschart, da es uns ein nicht mehr bezähmbares Bedürfnis war, einmal zu Ihnen zu sprechen. An nichts hatte man in Deutschland vor 4 Monaten weniger gedacht, als an den Krieg. Wie fern uns der Gedanke lag, konnte am besten ermessen, wer in jener Zeit Veranlassung hatte, einen der Berliner Bahnhöfe aufzusuchen, und sah, wie sich die Schar derjenigen staute, die in ruhiger Sommererholung begriffen waren und durch den Krieg vollends überrascht wurden. Wie wenig bei uns an einen Krieg zu denken war, wird der Weltgeschichte erhalten bleiben durch jenen Telegrammwechsel zwischen unserm Staifer und den Staatsoberhäuptern von Rußland und England, der jeden, der sehen wollte, darüber belehrte, wer den Krieg provoziert hatte: ob der deutsche Herrscher, der bis zum letzten Moment bemüht gewesen war, der Welt den Frieden zu erhalten, oder jene Fürsten, oienoch im vorigen Jahre sich an den Tisch unseres Kaisers gesetzt hatten, im Herzen und in Verträgen bereits darüber einig, daß sie ihn demnächst heimtückisch überfallen wollten. (Sehr richtig!) Als die S e r b e n n a t i o n, die den Fürstenmord nachgerade zu ihren am sichersten und festesten eingehaltenen Staats-