Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 10-12 (Oktober 1914)
- Article
- Kriegspredigten [Rezension]
- Date
- 1914-10-01
- Page
- 416 (sequence 2)
- Language
- German
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416 Im deutschen Reich. Die Predigt vom 21. September bezeichnet als „unfern Glauben" und unsere Hoffnung: „Deutschland wird durch sein Ansehen der Hüter des Weltfriedens sein, Deutschlands Kaiser jenem Friedensfürsten gleichen, von dem Jesaia gesagt: ,/Sr wird über die Geringen mit Gerechtigkeit richten, über die Niederen des Landes in Geradheit urteilen, und er wird die Gewalttätigen mit dem Stabe seines Mundes schlagen." * — AnöachLsbüchlern für d i e jüdischen Krieger und deren Angehörige. Von Rabbiner Dr. Bamberger-Schonlanke. Druck von H. Itzkowski-Verlin. Die kleine Schrift, die ein Kaisergebet, ein Gebet für die Krieger und.eine treffende Auswahl von Psalmen in hebräischer und deutscher Sprache bietet, ist durchaus geeignet, den ins ^-eld Ziehenden, sowie ihren Angehörigen den Abschied durch Festigung des Gottvertrauens zu erleichtern. :— Volkstümliche Erzählungen. Von F. L. Perez. Jüdischer Verlag 1914. Preis 2 Mark. In aufregender, ereignisreicher Zeit wird vielfach, das Bedürfnis empfunden, zeitweise durch ruhigen, gemütstiefen Lesestoff beu Geist von den Stürmen abzulenken, die leider jetzt das Vaterland umtoben. Wir sammeln dabei in kürzer Pause neue Kraft zur Erfüllung der schweren Pflichten, die eine große und ruhmreiche Zeit jedem Bürger auferlegt. Die volkstümlichen Erzählungen eignen sich dazu besonders, weil sie nicht nur den tiefreligiösen Sinn und den eigenen Reiz des jüdischen Familienlebens bekunden, sondern auch von der Gemütstiefe uralter deutscher Sagen durchweht sind. „Die goldenen Pantöffelchen" der „Ssore baß Tojwim" erinnern an das Märchen vom „Aschenbrödel", und auch einige andere Geschichten weisen Züge aus deutschen Volkssagen auf, aber sie sind so geschickt mit anmutigen Schilderungen jüdischer Charaktere und Verhältnisse verbrämt, daß sie gleichzeitig dem Empfinden Rechnung tragen, das jetzt mehr als je Deutschtum und Judentum eint. * Redaktionsschluß dieser Rümmer 28. Oktober 1914. Verantwortlich für die Redaktion und Verlag: Alvhonse Levy, B erlin. Alleinige Inseratenannahme: Bennigson & Ehrlich, Verlag für Handel und Industrie, Berlin W 57. Druck: Patz & Garleb G. m. b. H. Berlin W 57.