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Im deutschen Reich · 1914-10-01 · Heft 10-12 (Oktober 1914) · p. 408

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 10-12 (Oktober 1914)
Article
Jüdische Soldaten
Date
1914-10-01
Page
408 (sequence 2)
Language
German
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408 Fm deutschen Reich.- und berichteten viel Interessantes. Ämter schlechter Behandlung hatten sie nicht zu leiden gehabt, Wohl aber unter mangelhafter Verpflegung; als ich ihnen von dem guten Urteil des oben erwähnten Verwalters erzählte, sagte einer von ihnen: „Bein, wrr haben nie etwas genommen. Wenn wir Hunger hatten, sind wir in den Dörfern stets zu den Geistlichen gegangen und baten auf deutsch um etwas Brot, und stets wurde unsere Bitte erfüllt." — Stimmen ans 6er neutralen Schweiz. Gin ehemaliges badisches' Mereinsmitglied, das seit einigen Jahren in der Schweiz ansässig ist, schrieb uns: „Bitte, senden Sie mir das September- Heft und lassen Sie mich auf die folgenden Hefte nicht gar zu lange warten? Gerade jetzt ersehnen wir in den neutralen Ländern itoijr ehemaligen Reichsdeutschen, die doch ganz und voll zur deutschen Sache stehen — die Berichte aus der alten Heimat. Die deutsche- Druckerkost verdauen wir leichter als die der sogenannten neutralen Presse mit der moralischen 'Neutralität. G ewiß; wir haben alle Hochachtung vor unseren Behörden, wie streng sie ihre Mission ausfassen, dürfen ihnen ihre Aufgabe nicht erschweren. Aber die Presse — ich rede nicht von der westschweizerischen, die aus Rasseninstin'kt und KulturverwandtsHaft zu Frankreich neigt — soll mit wenigen 'Ausnahmen der Teufel holen, wenn das neutral sein soll, was sie seit Wochen produziert. Gott sei Dank, das deutschschweizerischeVolk — einige verschrobene Köpfe mögen anders fühlen — ist mit seinen Sympathien auf deutscher Seite; es weiß, es ginge arkch für die Schweiz ums Ganze, wenn der Kuddelmuddel der Lntonto cordiale von Frankreich triumphieren würde. Doch dazu kommt es nicht; denn Deutschland wird siegen, weil es siegen will und muß', nicht nur um seiner selbst, sondern um - der ganzen Kulturmenschheit willen?" — Russische Sträflinge. Das „Ostrower Kreisblatt" berichtet: „Bevor die preußische Besatzung in Kalis ch einrückte, flohen die russischen Beamten. Die Gefängniswärter ließen die Verbrecher russischer Nationalität laufen und hielten die der polnischen Nationalität gefangen. Da niemand für diese Leute sorgt, hat sich die deutsche Besatzung veranlaßt gefühlt, die Verbrecher aus ihren Beständen zu ernähren, da sie sonst vor Hunger sterben müßten. Es ist festgestellt, daß die russischen in Freiheit gesetzten Sträflinge sich mit dem Gesindel verbunden haben, um Aeberfälle auf unsere Truppen auszuüben." — Sin Aufruf an die Juden in Vuffisch-Kolen wurde von. der Leitung der verbündeten deutschen und österreichischungarischen Armeen in hebräischer Sprache und im jüdischen

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