Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 10-12 (Oktober 1914)
- Article
- Herr Th. Fritsch
- Date
- 1914-10-01
- Page
- 402 (sequence 2)
- Language
- German
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402 Im deutschen Reich.- einander machen. Ich glaube, daß die Herren Semiten auch in anderen Gegenden meist in Kanzleien, in der Krankenpflege usw. nntergebracht sind. In d e n V e r l u st l i st c u f a lt b i ch bis - Her noch keine jüdi s ch e n R a m e n." — Adolf Vartels in Weimar hat eine Broschüre geschrieben — schon am 6. August —-: „D e r ^iegespreis (W e st r u ß - land deutsch).^ Er verwahrt sich zwar dagegen, das Fell des Bären zu verteilen, bevor man ihn hat, aber er verlangt: „Wir brauchen alles Land bis zur Düna, Dnjepr und zum Schwarzen Meer; wir müssen Rußland nach Asien zu zurückstoßen, müssen die Möglichkeit eines deutschen Hundertmillionenstaates schaffen.. Er zählt alle Gouvernements auf, die er erobert haben will. Dabei kommt er natürlich auf die zahlreiche jüdische Bevölkerung zu sprechen. „Was also tun?" Nun, man kann sich vorstellen, wie Bartels die Frage löst? 'Traurig ist es aber, daß er sich nicht versagt, auch in heutiger Zeit auszusprechen: „Man tut ja augenblicklich in der Kriegsnot, als ob wir mit den Juden ein Herz und eine Seele wären, aber, so leid es mir tut, ich muß doch erklären, daß die Iudenfrage auch jetzt noch bestehen bleibt und durch den Krieg vielleicht noch brennender wird; denn die Juden sind ein fremdes Volk und stehen doch in Frankreich, Rußland, England mit ihren gewaltigen Mitteln gegen uns...< ■ Bartels weiß genau, daß in den Reihen unserer feinde ebenso auch Protestanten und Katholiken gegen uns Deutsche kämpfen; er kennt die Opferwilligkeit der ^deutschen Juden, und dennoch spricht also ein deutscher Mann in dieser Zeit einmütiger Erhebung aller Deutschen!