Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1914)
- Article
- Das Ehrenamt eines Vertrauensmannes für Buenos Aires
- Date
- 1914-07-01
- Page
- 327 (sequence 1)
- Language
- German
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Wirtschaftliche Angelegenheiten. 327 — Das Ehrenamt eines Vertrauensmannes für Buenos Aires ist Herrn Leo Nahm, in Firma Mussino, Nahm & Co., übertragen worben. Herr Nahm ist gelegentlich eines Besuches in Deutschland von seinem Bruder, Herrn Hugo Nahm, dem Vorsitzenden unserer Ortsgruppe Koblenz, als Mitglied gewonnen und bewogen worden, unter den in Buenos Aires ansässigen deutschen Juden werbend für unsere Sache zu wirken. Herr Nahm wird sowohl Beitrittserklärungen wie Reberweisungen für den Centralverein entgegennehmen und dessen Geschäfte in Buenos Aires besorgen. — Spenden. Aus Veranlassung eines vermiedenen Rechtsftreites übersandte uns Herr W. W e i g e r t, Berlin-Halensee, 20 M. — Herr Rechtsanwalt Berg, Marienwerder, spendete für Vereins- Zwecke 20 M. — Herr AI b e r t L o o s e, Mitglied des Königsberger Gruppenvorstandes, spendete anläßlich der Einsegnung seines Sohnes dem Centralverein 30 M. — Von Herrn Iustizrat Wertheimer in Fürth ging eine freiwillige Spende von 10 M. ein. — Frau Direktor Franka Minden hat uns auch in diesem Jahre am 25. Mai für d^n von ihr gestifteten „Albert Hirschland-Fonds für R echtst chutzzw ecke" einen erheblichen Beitrag zngewendet und uns damit in dankenswerter Weise die Lasten erleichtert, die der beständige Kampf gegen die erbitterten Feinde des Judentums uns auferlegt. (Wiederholt, da im vorigen Heft ein störender Druckfehler vorhanden war.) r— In den 'letzten Mai La gen hat der Lod dem «Lentralverein zwei hervorragende Mitglieder entrissen, die sich um seine Sache und um das Judentum im allgemeinen vielfache Verdienste erworben haben. InGleiwitz verschied InstizraL S i e g m u n d S ch ü l l e r, der als stellvertretender Vorsteher der dortigen Ortsgruppe unseren Centralverein erfolgreich gefördert hat. Lin weiterer schmerzlicher Verlust ist das fast gleichzeitige Hinscheiden des Iustizrats Eduard Wolfs in L i s s a. Der Dahingeschiedene, der Vorsteher der dortigeu Stadtverordneten-Versammlimg und Mitglied des preußischen Abgeordnetenhauses war, ist für die Stellung der Juden in der Ostmark wiederholt wirkungsvoll und hingebend eingetreten. Dem hochbegabten Manne, der uns im Kampfe um die Gleichberechtigung der Juden durch seinen bewährten Rat und seine stete Hilfsbereitschaft stets 'unterstützte, bewahren wir ein tief- -empfundenes dankbares Gedenken! * * Wirtschaftliche Angelegenheiten. — In einer elsässischen Skadt, in der fast 150 jüdische Familien wohnen, ist nur ein jüdischer Arzt und kein jüdischer Rechtsanwalt vorhanden. Die Umgebung der Stadt ist dicht bevölkert; in der Nähe gibt es auch einige größere Gemeinden. — Für eine zum Kreise Znin, Regierungsbezirk Bromberg, gehörige Stadt ist die Niederlassung eines jungen jüdischen Arztes erwünscht. — Ein tüchtiger jüdischer Anwalt würde in einer aufblühenden Garnisonstadt in Ostpreußen lohnende Praxis finden. Auch die Niederlassung eines jungen tüchtigen Arztes wird dort gewünscht. — Für einen jüdischenZahnarzt bietet sich in einer Kreisstadt der Hess. Provinz Starkenburg eine gute Niederlassungschance; dgl. in einer Kreisstadt des Reg.-Bezirks Bromberg.