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Im deutschen Reich · 1914-04-01 · Heft 4 (April 1914) · p. 181

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 4 (April 1914)
Article
[Nachricht]
Date
1914-04-01
Page
181 (sequence 1)
Language
German
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V ereinsnachrichten. 181 — In einer am 12. März d. I. in Wiesbaden ab gehaltenen Vorstands sitzung unserer dortigen Ortsgruppe erklärte der jetzige Vorsitzende, Herr Benedikt Straus, mit Rücksicht auf sein Alter eine Wiederwahl nicht annehmen zu wollen. Es wurde jedoch dem Wunsche Ausdruck gegeben, daß er Mitglied des Vorstandes bleiben solle. Wir haben dadurch erst in Erfahrung gebracht, daß. Herr Benedikt Straus, der seit 19 Jahren unserem Vereine als Mitglied angehört, bereits vor der Begründung der Ortsgruppe Wiesbaden und seiner Wahl zum Vorsitzenden als unser Vertrauensmann für Wiesbaden viele Jahre hindurch für uns tätig gewesen ist, kürzlich das 70. Lebensjahr überschritten hat. Wir widmen aus diesem Grunde dem verdienten, treuen Vereinsmitgliede zum 70. Geburtstage noch nachträglich herzliche Glückwünsche! — Spenden. Im Aufträge des Herrn Charles Gugenheim-Rew Port, zurzeit in Luxor, hat Herr Ernst Wallach- Berlin uns einen für Vereinszwecke zu verwendenden Scheck über 100 Dollar übermittelt. — Herrn Bernhard Casparius in Berlin 6 verdanken wir eine Spende von 100 M. — Frau Amalie Strauß, Frankfurt a. M., übermittelte uns anläßlich der Vermählung ihrer Tochter 20 M. — Zur Erinnerung an seinen achtzigsten Geburtstag übersandte uns Herr Leopold Strauß in Mainz 20 M. — Herr Rechtsanwalt Fleischer in Könitz übersandte uns 50 M., die auf seine Veranlassung dem Centralverein als Buße in einer Privatklagesache gezahlt wurden. — Anläßlich des Iahrzeittages des verstorbenen Herrn Kommerzienrat Louis Fei st in Frankfurt a. M. ist uns von den Kindern des um unsere Sache hochverdienten Dahingeschiedenen eine Spende von 50 M. übermittelt worden. — Auf Anregung des Herrn I. Iacodsoyn in Aarmen spendete ein dortiger Herr aus Anlaß einer Fahrzeit 25 M. — Zu 6er Affäre Duisburg sendet uns Herr Dr. Wittkowsky eine ausführliche „Berichtigung", in welcher er zu einer Reihe von Punkten Stellung nimmt. Wir tonnen unmöglich in pnserem Blatt diese Angelegenheit, in welche man den Centralverein in vollkommen unzulässiger und unbegründeter Weise hineingezogen hat, zum Gegenstand weiterer Erörterungen machen. Solche Streitigkeiten innerhalb des Judentums sind bedauerlich genug. Sie in der Oeffentlichkeit auszuspinnen, hat gar keinen Zweck. Nur auf einen Punkt, auf den es Herrn Dr. Witttowsky sehr ankommt, wollen wir eingehen: Herr Dr. Wittkowsty schreibt: „Ich soll dafür verantwortlich sein „bzw. die zionistische Partei, in deren offiziellem Organ der betreffende Artikel erschienen ist, trägt vor der Oeffentlichkeit die Verantwortung dafür, daß den Antisemiten von jüdischer Seite ein solches Material für ihre verleumderische Tätigkeit geboten wurde." Nicht der Täter, sondern der, der die Gefährlichkeit solchen Tuns warnend aufweist, soll für die Tat verantwortlich sein. Schon bevor ich in der „Jüdischen Rundschau" vom 21. November 1913 feststellte, daß die Duisburger Juden sich, „wenn auch ungewollt den Anklägern im Kiewer Lügenprozeß und ihren Gesinnungs- Verwandten an die Seite gestellt" haben,' hatte am' 6. November 1913 der „Israelit" genau das Gleiche gesagt. Die jüdische Presse der ganzen Welt hat erklärt, daß die Duisburger Juden den Antisemiten eine gefährliche Waffe in die Hand gespielt hätten." Dazu bemerken wir: Wesentlich ist, daß zu der Zeit, da der Beilisprozeß keinerlei Aussehen in der Oeffentlichkeit erregte, die mit der Wahl in Duis-

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