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Im deutschen Reich · 1914-04-01 · Heft 4 (April 1914) · p. 159

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 4 (April 1914)
Article
Der Semigotha
Date
1914-04-01
Page
159 (sequence 15)
Language
German
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K. C.-Feier in Frankfurt a. M. am 1. März 1914. 159 liebe, ja auch Liebe zu seinem Feinde, Hilfe sogar für den Esel des Feindes, wenn er der Last unterliegt, nicht nur zuerst gepredigt, sondern auch immer geübt hat und noch übt, und um diesem letzterwähntLn mosaischen Gebote gerecht zu werden, bin ich gern bereit, dem RedakLionskomitee des Semigotha, das seiner Arbeit augenscheinlich nicht gewachsen ist, soweit es mir möglich, Hilfe und Beistand bei seinen Nachforschungen zu leisten. K. C.-Feier in Frankfurt a. M. am 1. März 1914* Von Rabbiner Dr. A. Lazarus, Frankfurt a. M. „Der Centralverein ist sich dessen bewußt, daß die Veranstaltung des Frankfurter K. C. nicht nur eine lokale Bedeutung hat, sondern daß die Folgen und Früchte dieses Abends Bedeutung und Wert haben sollen für unser ganzes Vaterland." Mit diesen Worten hat Herr Rechtsanwalt Max Abel-Essen seine Ansprache auf dem K. C.-Kommers eröffnet und damit den inneren Wert dieser imposanten Veranstaltung treffend gekennzeichnet. Welch wundervolles Bild! Der große, mächtige Saal des „Kaufmännischen Vereins" zu Frankfurt a. M. ist bis auf den letztere Platz gefüllt mit einer zahlreichen Philisterschaft aus allen Kreisen der Frankfurter jüdischen Gemeinde. An langen Tafeln haben die Herren Platz genommen, und mitten unter ihnen sitzen mehrere hundert alte und junge K. C. er in ihren forschen Couleurmützen, das bunte Band über die Brust geschlungen, viele gar in den farbig leuchtenden Kneipjacken; Anfang und Ende der lang gedehnten Tische werden flankiert durch all die schneidigen Chargierten in der Pracht des vollen Wichs, wohl dreißig an der Zahl. Aus all den frischen Gesichtern der jungen wie der alten, dennoch jung gebliebenen Akademikerschar strahlt eine - blühende stolze Freude. Sie spiegelt sich wieder in den Herzen der vielen hundert Gaste, und so geht durch die große gewaltige Korona ein Strom heller Begeisterung. Was da an inneren Fd-enwerten zum Ausdruck kommen sollte, das war äußerlich schon symbolisiert durch die stimmungsvolle Dekoration, welche die Brüstung der Galerie rund herum in den Farben und Wappenschildern der neun K. C.-Verbindungen deckte, während an ihren markanten Stellen die schwer seidenen, bunt gestickten Fahnen der Korporationen sich grüßend in den Saal herabneigten. Doch droben auf der Galerie selbst, über diesen stimmunggebenden Eindrücken das Ganze krönend, die dicht gedrängte Schar schöner

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