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Im deutschen Reich · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · p. 139

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Article
Der Lehrerverbandstag in Breslau
Date
1914-03-01
Page
139 (sequence 1)
Language
German
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IRI
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Vermischtes. 139- Vermischtes. — Der LehrerverbanösLag in Breslau. Rnsern Bericht im Januarheft S. 90 ergänzend, teilt uns Herr Lehrer Dingfelder in München mit: „Nicht nur in Württemberg ist der israelitische Religionsunterricht obligatorisch, sondern auch in Bayern, Baden und Hessen. Freilich ist Württemberg vorbildlich, da es der - einzige Bundesstaat in Deutschland ist, in dem die Religions-- Lehrer den VolksschuLehrern gleichgestellt sind/' * Bücherschau. Heber das auf Anregung des Eentralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und von diesem im Verein mit anderen jüdischen Organisationen herausgegebene Werk: Dr. Freund: „Die Emanzipation der Juden in Kreutzen", haben sich u. a. folgende Blätter anerkennend geäußert: 1. Literarische Rundschau, Sonntagsbeilage der Königsberger Hartung scheu Zeitung, Nr. 359: Vielleicht gerade dadurch daß das Werk ohne jede Leidenschaft oder Tendenz die einzelnen Etappen jenes langen Kampfes ums Recht vorführt, spricht es eine für den denkenden und fühlenden Leser desto eindringlichere Sprache und stellt weit über seinen Zweck hinaus, förmlich ungewollt, einen nicht zu unterschätzenden Beitrag zur Kulturgeschichte dar. 2. Allgemeine Zeitung des Judentums, Nr. 29, 77. Jahrgang: Durch solche Werke wird die Vergangenheit klar, und auch die künftigen Generationen lernen durch solche Enthüllungen der Vergangenheit nicht nur die Erkenntnis des Gewesenen, sondern auch Mittel und Wege, wie sie in neuen Kämpfen sich bewegen sollen. 3. Berliner Tageblatt: Mit strengster geschichtlicher Objektivität behandelt der Verfasser seinen Gegenstand; er hat sich sowohl durch die Darstellung der an Gegensätzen in den Anschauungen der maßgebenden Persönlichkeiten so überaus reichen Emanzipationsgeschichte der preußischen Juden, als auch durch den beigegeöenen Arkundenband ein großes Verdienst erworben. Geschichtsforscher, Verwaltungsmänner und Politiker werden das Buch mit ganz besonderem Interesse lesen. 4. Die Grenzboten, Nr. 18, 72. Jahrgang: Die Zeit der Gedenkfeiern an die große Zeit vor hundert Jahren hat eine Flut von Iubilaumswerken hervorgerufen, die zum Teil keinerlei wissenschaftlichen Wert besitzen. Zu diesen Büchern dürfen wir das vorliegende nicht rechnen; es ist vielmehr eine streng kritische Untersuchung, die, ohne irgendeine Tendenz zu. betonen, nur auf den urkundlichen Quellen beruht. ....Der Verfasser hat die Entwicklung in ihren wechselnden Phasen klar dargestellt und ihren Lieferen Zusammenhang mit den Zeitströmungen deutlich, gezeigt.

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