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Im deutschen Reich · 1914-03-01 · Heft 3 (März 1914) · p. 138

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 3 (März 1914)
Article
B. J., Frankfurt a. M.
Date
1914-03-01
Page
138 (sequence 2)
Language
German
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138 Im deutschen Reich. durchaus irrig. Die Hauptarbeit in dieser Sache haben die „Freie' Vereinigung für die Interessen des orthodoxen Judentums" und der „Verband der deutschen Juden" getan. Immerhin hat aber der Centralverein durch Lieferung von Material und vor allen Dingen durch die vielfache Behandlung des Themas in seinen Versammlungen auf die unbedingte Notwendigkeit gerade dieser Bestimmung hingewiesen und ihrer Aufnahme in den Gesetzentwurf die Wege geebnet. W D. Berlin. Der „Helferbun d" ist, wie aus der Zeit» schrift dieses Vereins „Der Helfer" und den anderen Drucksachen hervorzugehen scheint, eine verkappte antisemitische Gründung. In den Satzungen ist bestimmt, daß zur Aufnahme „deutsche Abstammung" erforderlich ist, d. h. Juden ausgeschlossen sind. In der Zeitschrift „Der Helfer" wird auf die „Staatsbürger Ztg." Bezug 'genommen, das antisemitische Machwerk von Fr y mann empfohlen usw« Der Helferbund will weder ein Kassennoch ein Versicherungs- Unternehmen sein, sondern ein „rein gemeinnütziger Verein auf völkischer Grundlag e". Seine Hauptgeschäftsstelle befindet sich in Hannover. Aeber seine bisherige Tätigkeit ist näheres nicht bekannt geworden; er verspricht so viel, daß die Erfüllung der Versprechungen, selbst wenn die Verwaltung der eingehenden Gelder, wie in Aussicht gestellt wurde, einer Genossenschaftsbank übertragen würden, Schwierigkeiten verursachen dürften, so daß das Ganze kaum als eine soziale Einrichtung angesehen werden kann. ’* B., Charlottenburg. Das unter der Aeberschrift: „Eine jüdische Grabrede" von der Ortsgruppe Hamburg des Reichshammerbundes verbreitete Flugblatt enthält nichts anderes als eine Wiederholung des alten Schwindels der sogenannten Lemberger Rabbiner-Rede, die nie gehMen worden und wahr-- scheinlich ein Erzeugnis der Phantasie eimMWUnschen Antisemiten ist, die zuerst in polnischen Antisemitenhi^^^MnufgeLischt wurde.. In dieser antisemitischen Lemberger RM^^WUer ein unauffindbarer Lemberger Rabbiner behauptet das Gold vor dem sich die Menschheit beuge, sei je'^WWWWkMen Händen der Juden, Bergwerke, Eisenbahnen und gehören ihnen bereits, der Grundstücke müßten sie stM^^^^Whtigen usw. usw., sehen wir nur einen alten, allerdingMWWWWM Bekannten. An materiellen Besitztümern ist der deutschen Juden bekanntlich keineswegs reich, an geistigWW^Wem sie aber besser gestellt zu sein als die Antisemiten, diWWWkie Figura zeigt, nur von aufgewärmten Brocken nah reu N. B., Berlin. Else Croner, die Verfasserin des in der vorigen Nummer unseres Blattes angezeigten Buches „Die moderne Jüdin", ist seit Jahren zum Christentum übergetreten.

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