Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 20 (1914)
- Issue
- Heft 3 (März 1914)
- Article
- Wie Märchen entstehen!
- Date
- 1914-03-01
- Page
- 131 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 131 Wir stellen dies hiermit fest, damit unsere Freunde in künftigen Fallen, falls Gegner wiederum dieses Märchen auftischen, den wahren. Sachverhalt rennen und eine Erwiderung zu geben wissen. — SchlachtnreLhoöe. Es ist eine ständige Behauptung der Schächtgegner, daß die jüdische rituelle Schlacht Methode Tierquälerei, dagegen die Tötung mittels Bolzen und Schußapparat die einzig humane Tötungsart ist. In allen schächtfeindlicheu Broschüren werden einzelne Fälle aufgezählt, in denen die Schächtmethode versagt hat. In sogenannten Schächtfilms sucht man dem Publikum die Grausamkeit des Schächtens vorzuführen. Demgegenüber erwächst für uns die dringliche Aufgabe, 'alle jene Fälle zu sammeln und sie einzeln, wie auch in systematischer Darstellung zu verarbeiten, in welchen Bolzen und Schutzapparat versagt und noch weiteren Schaden angerichtet haben. Die Tageszeitungen bringen häufig Berichte über solche Vorkommnisse und in jüdischen Zeitungen finden sich fast allwöchentlich Notizen darüber. Wir richten daher an unsere Ortsgruppen die ergebene Bitte, durch Amfrage bei Schächtern und Metzgern in der Gemeinde festzustellen, ob solche Fälle auch in ihren Gemeinden zu verzeichnen sind und sie uns mitzuteilen. Insbesondere ist notwendig, möglichst sofort diejenigen Zeitungen zu erhalten, in denen mit genauer Angabe des Ortes und der Zeit über das Versagen oder über die schädliche und gefährliche Wirkung der Schußmaske und der Schlagbolzen berichtet wird. * — Spenden: Wie im Vorjahre hat die Witwe unseres dahingeschiedenen treuen Vereinsmitgliedes S. Bergmann in Fürth auch in diesem Jahre aus Anlaß der Fahrzeit ihres Gatten dem Centralverein eine Spende von 309 M. überwiesen und durch diesen Akt der Pietät unsere Bestrebungen in dankenswerter Weise gefördert. Herr S. Bergmann s. A. wurde in die Liste der immerwährenden Mitglieder eingetragen. — Zum Andenken an seinen verstorbenen Bruder, Herrn D. A. Schlesinger hat Herr Sanitätsrat Dr. A d o l f S ch l e s i u g e r in V r e s l a u dem Centralverein eine Spende von 199 M. übersandt. — Ferner erhielten wir von einem Herrn Ed. Anger 59 M., Herrn Walter Rosenthal in Berlin verdanken wir die Zuwendung von 20 M., die als Buße in einer Beleidigungssache gezahlt wurden. — Durch die Ortsgruppe Wilmersdorf erhielten wir eine S p ende ihres Vorstandsmitgliedes, Herrn Siegfried Rosenbaum, Brandenburgifche Straße, von 75 M. — Von Herrn Dr. M a x Mainzer, Frankfurt a. M., empfingen wir aus einem Trauerfall eine Spende. — Herr Rechtsanwalt Dr. Siegfried Rosenthal, Frankfurt am Main, überwies uns 25 M-, die in einer bei ihm anhängig gewesenen Privatklage als Buße entrichtet wurden. — Durch Herrn Rechtsanwalt Steiner in Göppingen erhielten w'r von Herrn Fabrikant Th. Mayer in Göppingen aus einer Prozeßsache 12 M., durch Herrn Rechtsanwalt Dr Richard Rosenthal in Duisburg 10 M. die in einer Privatklagesache als Buße von dem Beschuldieten gezahlt wurden, ferner von Herrn Hugo Hirsch feld in Offen back a. M. aus einer verlorenen Wette 20 M. — Herr Rabbiner Dr. Felix Gold mann in Oppeln spendete aus Anlaß eines freudigen Familienereignisses 10 M. *