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Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 38

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
[Ohne Titel]
Date
1914-01-01
Page
38 (sequence 3)
Language
German
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38 Im deutschen Reich. Eschwege, Zahnarzt Dr. Oppenheim, I. Spiro und Isaac Wertheim bestehenden Vorstände gegründet werden konnte. — In Hersfeld hat am 16. Rovember d. F. eine von Herrn Hermann Randerath vorbereitete Lentralvereinsversammlung stattgefunden, in der Herr Dr. Mainzer aus Frankfurt a. M. über den Kampf des Centralvereins für die soziale und wirtschaftliche Gleichberechtigung der Juden sprach. An der freien Aussprache beteiligte sich Herr Referendar Rußbaum. Da nach den Ansprachen der Herren Eduard Lohn in Hersfeld und Syndikus Dr. H oll ander 60 neue Mitgliederanmeldungen erfolgten, konnte die Begründung einer Ortsgruppe Hersfeld und Umgebung beschlossen werden. In den provisorischen Vorstand der Gruppe wurden gewählt die Herren Eduard Lohn, Jakob Hahn, Max Hesky, Hermann Randerath und Levy Tannenbaum, sämtlich in Hersfeld, Lehrer I. Gans-Riederaula, Lehrer I. Grünwald und A. Katz aus Schenklengsfeld. — Am 18. Rovember hat in München eine Vereinsversammlung stattgefunden, in der Herr Rechtsanwalt Dr. Frei üben die Tätigkeit des Centralvereins im letzten Jahre berichtet und Herr Redakteur Oppenheim über „Judentum und Theater" gesprochen hat. Auch diese Versammlung ist gut besucht gewesen und hat das Interesse für unsere Bestrebungen in München aufs neue angeregt. — Zu der Delegie rten-Ver sammln ngdesLandesverbandes für Mittel- und Riederschl sien, die am 19. Rovember in Glogau abgehalten wurde, hatten \ia) auch aus Grünberg, Beuthen, Sprottau Frystadt, Dt.-Wartenberg, Gurau und Schlawa Vertreter eingefunden und im Aufträge des Zentralvorstandes waren Herr Assessor Dr. Rahmer und Herr Dr. Segall-Berlin anwesend. Der Vorsitzende, Herr Sanitätsrat Dr. Reich aus Breslau erwähnte in seinem Bericht über die Verbandstätigkeit im letzten Jahre u. a. die Bildung neuer Ortsgruppen in Waldenburg und Hirschberg sowie einige Beschwerden aus verschiedenen Orten über antisemitische Angriffe, die vom Verband erledigt wurden. Die „Wandervogel-Angelegenheit" gab dann Anlaß zu einer längeren Aussprache. Rach weiteren Erörterungen wurde ein Organisationsstatut über den Verkehr des Zentralvorstandes mit dem Landesverbände und des letzteren mit den Ortsgruppenverband beraten und angenommen. Daran reihte sich nachmittags eine öffentliche Versammlung der Centralvereinsmitglieder in Slogan, die Herr Iustizrat Friedmann leitete. Rach einer Ansprache des Herrn Sanitätsrats Dr. Reich aus Breslau erörterte Herr Gerichtsassessor Dr. Rahmer- Berlin die Frage: „Müssen wir deutschen Juden uns organisieren?" Herr Dr. Segall-Berlin hielt einen Vortrag über „Die wirtschaftliche Lage der deutschen Juden und ihre Besserung." Das Ergebnis der Versammlung war ein Zuwachs der Mitgliederzahl in Glogau von 44 neuen Mitgliedern. Gleichzeitig wurde die Ortsgruppe Glogau gegründet; in den Vorstand wurden gewählt die Herren Iustizräte Iriedmann und F r a e n k e l, Bankier Felix Landsberger, Kaufmann Herm. Cohn und Kaufmann War Aronheim. — Unter dem Vorsitz des Herrn Sanitätsrats Dr. Reich wurde in Breslau am 22. Rovember die zahlreich besuchte Generalversammlung der dortigen Ortsgruppe abgehalteu. Rach dem Bericht des Vorsitzenden über die erfolgreiche Tätigkeit der Ortsgruppe bot Herr Geh. Iustizrat Dr. Fuch s-Berlin in dem angekündigten Vorträge „Rückblicke und Ausblicke" zunächst eine historische Darstellung aller Bestrebungen zur Erlangung der Gleichöerech-

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