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Im deutschen Reich · 1914-01-01 · Heft 1 (Januar 1914) · p. 28

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
20 (1914)
Issue
Heft 1 (Januar 1914)
Article
Apotheker in Groß-Berlin und Umgebung, die bei Ausschreibung von Stellen jüdische Bewerber ausschließen
Date
1914-01-01
Page
28 (sequence 2)
Language
German
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28 Zw deutschen Reich. Berlin-Zossen: Reinh. Wetz, CharlotLenburg: Friedrich Wilhelm-Apotheke, CharlotLenburg: Hübner, Flora-Apotheke, CharlotLenburg: Sielmann, Falken-Apotheke, Spandau: Apotheke zum Greif, Potsdam: K. Krumbholtz, Lowen-Apotheke. Korrespondenzen. * * Berlin, 23. Dezember. Die Wahrheitsliebe antisemitischer Blätter wurde in der letzten Nummer an einer Verdrehung beleuchtet, die sich die „Deutsche Tageszeitung" geleistet hat, indem sie aus dem ungebührenden Benehmen von Badegästen in Valtrum gegenüber jüdischen Gästen dreist und gottesfürchtig gemacht hatte: ungebührendes Benehmen jüdischer junger Leute anderen Gasten gegenüber. — In ähnlich er Weise hat ein frommes Blatt, der Innsbrucker „Allgemeine Tiroler Anzeiger" den Karlsbader Rabbiner Dr. Ziegler z um Kronzeugen für das Vorkommen von Ritualmorden gestempelt! Gezwungen, die von dem Blatt verbreitete Anwahrheit zu berichtigen, bringt es die Berichtigung in einer Form, die so charakteristisch ist für die Wahrhaftigkeit antisemitischer Blätter, daß wir dieses mcmnmentum LiUisemnieum unfern Lesern nicht vorenthalten wollen, und zwar mit den Verklausierungen und den entstellenden Druckfehlern, die ein merkwürdiger Zufall in die klaren Ausführungen des Herrn Dr. Ziegler hineingebracht hat: „Der R i t u a l m o r d b e j a h i. Wir erhalten folgende Zuschrift aus Wien: In, Vertretung des Herrn Dr. Ignaz Ziegler, Rabbiners in Karlsbad, ersuche ich Sie auf muß, diese Sekte ausfindig zu machen und mit richtigung der in der vom 13. November 1913 datierten Nummer 261 Ihres Blattes im ersten Artikel: „Der Ritualmord bejaht", letzter Absatz enthaltenen Notiz in die zunächst erscheinende oder zweitfolgende Nummer Ihrer Zeitung „Allgemeiner Tiroler Anzeiger" aufzunehmen. Es ist unwahr, daß der Rabbiner von Karlsbad, Dr. I. Ziegler in der Allgem. Zeitung des Judentums vom 24. März folgenden Satz niederschrieb: „Ich hoffe, daß der Kiew er Staatsanwalt nicht das ganze Judentum des Ritualmordes beschuldigen wird, sondern nur eine geheime jüdische Sekte, über deren Existenz man auch unter uns hie und da redet. Es ist Pflicht des Staates, diese Sekte zu entlarven und auszurotten." Wahr ist vielmehr, daß Herr Dr. Ziegler in der erwähnten Zeitung die vorstehend zitierte Aeußernng überhaupt nicht gemacht hat, sondern gerade im Gegenteil im Anschluß an die in Form einer rhetorischen Frage gemachte Bemerkung, ob, wenn der Staatsanwalt in Kiew die Behauptung, Juden brauchen Christenblut, nur gegen eine dunkle, verborgene Iudensekte aufstelle — man liebt ja auch bei (nicht: unter) uns, (nämlich in Oesterreich), von einer solchen zu munkeln — der Staat nicht alles daransetzend) diese Sekte ausfindig zu machen und mit Stumpf und S wl ausz «rotten, kategorisch erklär'?, „daß wir es bier mit einer Beschuldigung zu tun haben, deren Verlogenheit jedem Einsichtigen klar ist," und daß er weiters zu Protestversammlungen

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