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Im deutschen Reich · 1913-12-01 · Heft 12 (Dezember 1913) · p. 548

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 12 (Dezember 1913)
Article
Wandervogel
Date
1913-12-01
Page
548 (sequence 2)
Language
German
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548 Im deutschen Reich. Tätigkeit ist allein auf Berlin beschränkt. And eine ganz schlim e Blüte fyai der Fanatismus! getrieben. Der „Wandervoge , vaterländischer Bund für Iugendwander n", ka nur dazu führen, Hatz in die Schuljugend zu tragen. ■ Aber das Bild hat sich wesentlich verändert. Früher warn es vereinzelte Fälle, weite Kreise des Wandervogel kannten überhaupt keine „Iudenfrage". Der organisierte Anusemitismus hat das zu wandeln gewußt. Anker dem Lurl „Der Wandervogel deutsch", B lätLer für e nLschinde nes Deutschtum, herausgegeben von Paul Erlach, kam ein Flugblatt an alle Ortsgruppen und Führer des Wandervogel. Es ist ein echtes HammerftugblaLL intb wird für die Leser dieser Zeitung vollständig durch die Tatsache charakterisiert, daß dem Centralverein gegen feine Lügenhaftigkeit kein anderer Ausweg blieb, als es dem Staawanwalt 311 übergeben. Das nächste Heft der Fü h r e rz e i t u ng war ein einziges Pamphlet niedrigster und häßlichster Art gegen das Judentum. Hier einige Proben: „Der hinterhältige, nie harmlose, ewig lauernde Jude mit seiner angeborenen Ehr- und Schamlosigkeit wird bei der brüderlichen Gemeinschaft und vertrauensvollen Kameradschaft, auf die das Verhältnis der Wandervögel (ohne Anterschied der Geschlechter) zueinander gestellt ist, dem naiven, offenen jungen Deutschen mit seinem hochgespannten Idealismus und dem arglosen deutschen Mädchen ganz besonders gefährlich, zumal diese noch nicht die rechte Distanzzu der gemeingefährlichen Rasse gefunden haben, ihr also unbewaffnet gegenüberstehen, und die Zersetzung in der Regel mit kaum beachteten Kleinigkeiten beginnt." „Schweige „tapferer" „Germane"! Fühle so: diesen Siegfried so und so finde ich ekelhaft. Denke so: ich möchte ihm eine in die Fresse schlagen. Handle so: drücke ihm die biedere Pratze. Sprich so: wir sind allzumal deutsche Brüder. Halt deine n Sch nab el „tapfere" „Germanin". Fühle so: diese Rosa ist mir in tiefster Seele verhaßt. Denke so: ich möchte ihr die Augen auskratzen. Handle so: küsse sie auf beide Wangen. Sprich so: wir sind allzumal teutsche Schwestern." „Lieber Fritze! Wir sind weder ein Ablagerungsplatz für alte Stiefel, die ehemals auf Plattbeinen gesessen haben und nach Knoblauch stinken, noch ist der Wandervogel ein Spekulationsobjekt für Iudenunternehmungen. Du weißt jetzt meine Meinung darüber. Ich weiß, daß der Jude, wenn er merkt, ba% er irgendwo nicht geduldet werden soll, in Hellen Mengen seine Regimenter

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