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Im deutschen Reich · 1913-10-01 · Heft 10 (Oktober 1913) · p. 473

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 10 (Oktober 1913)
Article
Deutsches Studentenbuch 1913 [Rezension]
Date
1913-10-01
Page
473 (sequence 2)
Language
German
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Vermischtes. 473 flut des AnLisemitismus im Jahre 1886 vor sich ging, hervorgehoben. Die Mitglieder der Viadrina unternahmen es, ihren antisemitischen Widersachern trotz deren gewaltiger Aebermacht mit dem ^äbel in der Hand —. und, wo es nottat, auch mit hem Knüppel — entgegenzutreten, um dem jüdischen Studenten wieder Achtung zu verschaffen. ES empfiehlt sich schon wegen der Abhandlung Feilchenfelds für jeden Juden — auch wenn er nicht -Akademiker ist —, dem Deutscher SLudentenbuch 1913 Beachtung zu schenken. E. W. Be^ der Redaktion ist eingegangen: Am Scheidewege. Von Achad h a a m. Band I. Aus dem hebräischen übersetzt von Professor Israel Friedländer. Preis 4 M. geb. Jüdischer Verlag, Berlin 1913. Das jüdische Volkslied. Von k ifsclhoff. (Aus der Sammlung „Die jüdische Gemeinschaft.) Preis 50 Pf. Jüdischer Vertag, Berlin 1913. * Vermischtes. Die „Jüdin" von halövy in antisemitischer Beleuchtung. Es geschehen noch Zeichen und Wunder, und das hat mit ihrem Singen die Jüdin getan. Man denke: Zwischen der „<L>taatsbürgerzeitung" und der „Deutschen Tageszeitung", deren Weisheit sonst in jüdischen Dingen, wie ein Ei dem andern gleicht, ist in der Musik eine schwere Disharmonie entstanden. Die „Deutsche Tageszeitung" nach dem Spruch „vor allem bleib' dir selber treu" kritisiert die „alte Oper, die nicht (eben und nicht sterben kann, wie der ewige Jude, als den in Musik gesetzten Hatz der Juden gegen die Christen". Die Oper verdankt natürlich ihre Neuaufführung nur der „christenfeindlichen Tendenz", ist übrigens auf einem „fürchterlichen historischen Schnitzer aufgebaut", denn es werden zwei Juden als Ketzer verbrannt; „die Juden wurden aber von der katholischen Kirche niemals als Ketzer betrachtet". Die „D. T." ärgert sich, daß „der alte Jude in jedem Akt mit' seiner Ziehtochter (Recha) herumkost: nur sein Judentum erklärt seine scheußliche Handlungsweise. „Die langweilige Schabbesfeier, die uns Germanen nichts zu sagen hat, hatte gestrichen werden müssen." Heinz A r o n s o n aber sang den Eleazar wie ein „Dollblutjude." Also rechnet das Organ des Bundes der Lairdwirte erbarmungslos mit dem Künstler halovy ab, den Wagner zwar einst gelobt hat» aber nur, weil „der Meister sich damals des Rassenproblems noch nicht klar war". Wie anders das treue Schwesterblatt, die sanfte „Staatsbürger-Zeitung"? Die Ausführung ist eine „künstlerische Großtat, die ein „Meisterwerk^ wieder zu Ehren bringt"; der Sänger des Eleazar — hier heißt er freilich Arensen — ein Sänger von Geschmack und musikalischem ^inn" wird über den grünen Klee gelobt. Es kann keinem ZweifÄ unterliegen: die „Staatsbürger- Zeitung" wird demnächst von der „Deutschen Tageszeitung" abgetan — als Iutzenblatt. -L König und Rabbiner. Es dürfte wenig bekannt sein, daß der verstorbene Könrg Eduard VH. von England seinen Thron gewissermaßen dem jüdischen Rabbiner Nathan Adler in London zu verdanken hat. Or. Aoolph Kohut berichtet darüber in dem in einigen Tagen erscheinenden Buche „Gekrönte und ungekrönte Iudenfreunde" (Der-

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