Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 7 (Juni 1913)
- Article
- Augsburg
- Date
- 1913-06-01
- Page
- 323 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
- OCR quality
- 95% known words query
- IRI
…/2316602-2316829-2316835--23693-2347424- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Vereinsnachrichteil. 323 Kollegialität, eia trauriges Licht! Das Lokal, iu dem sich die erwähnte Wahl abgespielt hat, ist übrigens an den betreffenden Verein von der Stadtverwaltung vermietet, die sich in rühmenswerter Beharrlichkeit stets für die Erhaltung des konfessionellen Friedens eingesetzt hat und in deren e§ nicht ist, daß in ihren Bäumen tadellose Bürger ihres Glaubens wegen zurückgefetzt werden. & Bereinsnachrichten. — Die Tätigkeit des Cen t r a l v e r ei n s erfordert st ä n d i g wachsende Geldmittel. Wir bitten deshalb alle u n s e r e Freunde, durch Werbung von Rl itgliedern und Beitragserhöhungen uns zu unterstützen, vor allem aber i m Freundeskreise dahin zu wirken,daß bei freudigem: und traurigen Anlässen a u ch dem C e n t r a l v e r e i n Spender: z u g e w a n d t werden. — Wie seit einer Reihe vor? Jahren, hat Frau Direktor Franka Minden auch in diesem Jahre zun: 2 5. Mai, dem Todestage ihres Heimgegangenen Gemahls, des Herrn Albert Hirschland, uns wiederum eine erhebliche Spende für den //Albert Hirschland-Fonds für Rechtsschutzzwecke" übersandt und durch diesen Akt edelmütiger Pietät in dankenswerter Weise die bedeutenden Lasten erleichtert, die mit dem Kampfe gegen die unablässige Hetze der Antisemiten verbunden sind. — Aus Anlaß seiner Vermählung hat Herr Rabbiner Dr. Felix Goldmann in Oppeln der Vereinskasse eine Spende von 25 M. überwiesen. — Aus einer Privatklagesache hat uns Herr Rechtsanwalt Georg Peiser in Berlin die gezahlte Buße von 40 M. übermittelt; Herr Max P i n k u s in L o b s e n s 17 M. aus einer Sammlung, die bei der Verlobung seiner Richte Fräulein Hilde Moses mit Herrn Reinhardt Fränkel dem Centralverein zugedacht wurde. — Mit Rücksicht auf die bevorstehende Reisezeit empfehlen wir den Mitgliedern des Centralvereins angelegentlichst die Beachtung der während der nächsten Monate am S ch l u s s e jedes Heftes dieser Zeitschrift befindliche Warnungstafel vor Erholungsorten b z w. H o t e l s u n d Pensionen, die antisemitischen Charakter haben, sowie die Aufstellung der Hotels und Pensionen, an die keine Anfragen ergehen sollen, weil sie sich selbst als „christlich" bezeichnen, also konfessionellen Charakter aufweisen. > — In unserer Liste der H-otels und Pensionen, die antisemitischen Charakter haben, wurde bereits kurz vor der Fertigstellung unseres Maihestes die Villa W a l d h e i m in Ob er Hof eingetragen, weil deren Besitzer, Herr Werner Achilles, nach einer Mitteilung der „Deutschen Tageszeitung", der letzteren geschrieben hat: „In meinem Logierhause Villa Waldheim nehme ich grundmätzlich keine Juden auf. In dem von der Gemeindeverwaltung Oberhof heraus gegebenen Sommerprospekt für 1913 sollte von mir eine Anzeige erscheinen, in der der Satz: „Jüdischer Besuch verbete n" enthalten sein sollte. Der Gemeindevorstand ließ mir danach Mitteilen, daß die Kurverwaltung an dieser Bemerkung Anstoß nehme Und auf ihrer Streichung