Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 5-6 (Mai 1913)
- Article
- R. M., Berlin
- Date
- 1913-05-01
- Page
- 273 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
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Briefkasten. 273 Briefkasten. Ä. M, Berlin, ©iag in der Erwiderung des Herrn Dr. Felix Goldmann ans die Stauffsche Antwort (Seite 113, Heft 3, Jahrgang 1913 dieser Zeitschrift) abgedruckte Gedicht Stauffs „Hassesrecht" haben Sie deshalb nicht in der ,,Staatsbürger-Ztg." vom 2. März 1912 gefunden, weil hierbei ein Druckfehler vorlag. Es sollte heißen: ,,in der Staatsbürger-Ztg." vom 2. März 1911". Dort ist es zu finden, außerdem auch Seite 211 unserer Zeitschrift vom Jahre 1911 (Heft 4, 17. Jahrgang), wo es als Ouintessenz d er antisemitischen Moral bezeichnet ist. O B., Berlin. Wir billigen Ihr Vorgehen gegen die Ladeninhaberin, die im Schaufenster „deutsch-soziale" Postkarten mit derartigen antisemitischen Karrikaturen auslegt. Es hat ja seinen Zweck, die Entfernung der Postkarten, erreicht. R. P., Berlin. Die im Reform-Verlagshaus erschienene Sammlung jüdischer Anekdoten von T. L. Hirsch bietet weder Reues noch Amüsantes, sondern nur eine Aufwärmung trauriger Selbstverspottung. Solche ,,Witze", zumal in Mengen gesammelt, wirken nicht nur ästhetisch unschön, sondern tragen dazu bei, die Juden lächerlich und verächtlich erscheinen zu lassen. Wir können uns dagegen nur wehren, indem wir solche Machwerke niemals kaufen. B. £., Berlin. Wie uns gemeldet wird, stellen das Modewarengeschäft Fr. Hahn, Berlin, Landsberger Str. 63, und das Spielwarengeschäft Bernhard Keilich, Oranlenburger Straße, keine Juden an. D. M., weitzensee. Tatsächlich hat in der Gemetndevertreter-Sitzung in Weißensee vom 3. September 1912 der sozialdemokratische Gemeindeverordnete, Herr Fuhrmann, Vorsitzender der Ortskrankenkasse Weißensee, die Aeußerung getan: „Durchschauen Sie denIuden nichtohne daß Herr Bürgermeister Dr. Woelk es für nötig hielt, diese antisemitische Aeußerung zu rügen. Eine Privatklage des Beleidigten hat dann zu einem Vergleich geführt, in dem Fuhrmann die Erklärung gab, daß er seine Ausdrücke zurücknehme und sie bedauere. Mit Rücksicht darauf, daß in einem Orte, der wie Weißensee für die jüdische Gemeinde Berlin wegen der