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Im deutschen Reich · 1913-04-01 · Heft 4 (April 1913) · p. 173

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 4 (April 1913)
Article
Frankfurt a. M.
Date
1913-04-01
Page
173 (sequence 2)
Language
German
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Vereinsnachrichten. 173 ging von 1075 im Jahre 1911 auf 968 am 20. Februar 1913, die Zahl der auf ihn entfallenen Beisitzer von 9 auf 8 zurück. Die Niederlage des D. H. V. wäre noch kläglicher gewesen, wenn nicht immer die Gleichgültigkeit der jüdischen Handlungsgehilfen ihm zu Hilfe käme. Diese Gleichgültigkeit zu beseitigen, sollten sich alle unsere Ortsgruppen zur Aufgabe machen, damit, wie hier in Frankfurt, der D. H. V. in seinem Besitzstände bei jeder Kaufmannsgerichtswahl mehr reduziert wird. Der Rückgang der prozentuellen Beteiligung an den Ge- Hilsen-Beisitzern von 39,4 auf 30,3, 27,3 und zuletzt 24,2 beweist, datz in Frankfurt der Weizen des D. H. V. trotz gewaltiger Agitation nicht blüht. Frankfurt a. M., 20. März. Anläßlich der hiesigen Kaufmannsgerichtswahlen war dem Vorstand unserer Ortsgruppe von vertrauenswürdiger Seite mitgeteilt worden, daß die von dem Katholischen Kaufmännischen Verein ausgehende Prinzipals-VeisitzerlisLe (Nr. 7) einer Vereinbarung entsprungen sei, die im Juli 1912 zwischen dem Verband Katholischer Kaufmännischer Vereinigungen und dem Deutsch-nationalen Handlungsgehilfen-Verband geschlossen wurde. In einem an jüdische Prinzipale gerichteten Zirkular hatte der Vorstand unserer Ortsgruppe nebenbei auch dieses Gerücht mit dem Hinzufügen erwähnt» daß sich seine Richtigkeit nicht sicher feststellen lasse, datz es aber wahrscheinlich gemacht werde durch die Tatsache, daß der D. H. V. diesmal keine eigene Prinzipal-Beisitzerliste aufgestellt habe. Der Vorstand des Katholischen Kaufmännischen Vereins teilt nunmehr unserer Ortsgruppe mit, daß diese Vermutung vollständig unzutreffend ist, daß zwischen ihm und dem D. H. V. keinerlei Vereinbarung hinsichtlich der Kaufmannsgerichtswahlen getroffen worden sei und daß insbesondere die Prinzipal - Beisiherliste Nr. 7 ausschließlich von den beiden katholischen kaufmännischen Vereinen ohne jede Mitwirkung und Berücksichtigung des D. H. V. aufgestellt worden ist. Vereinsnachrichten. — Am 26. Februar sprach in der Ortsgruppe Berlin W in den Viktoriasälen das Vorstandsmitglied der genannten Ortsgruppe, Herr Rechtsanwalt Dr. Kurt Alexander, über das Thema: Die Wirtschaftslage verdeutschen Juden und Ausblick in die Zukunft. Nach einer Darstellung der wirtschaftlichen Umgestaltung Deutschlands im letzten Jahrhundert, vor allem des Uebergangs vom Agrarstaat züm Industriestaat, behandelte der Redner die ört-

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