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Im deutschen Reich · 1913-04-01 · Heft 4 (April 1913) · p. 159

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 4 (April 1913)
Article
Die hessische Woche
Date
1913-04-01
Page
159 (sequence 2)
Language
German
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Die hessische Woche. 15? Besondere Erwähnung fand im Bericht und in der an» schließenden Debatte der Antisemitismus in Schulen und Schulbüchern sowie die Tatsache der Verbreitung antisemitischer Flugblätter und Schriften an Schulkinder und die antisemitische Haltung mancher Tierärzte. Insbesondere wurde auch darauf hingewiesen, daß neuerdings der Deutsch-nationale Handlungsgehilfen-Berband es versucht, mit Hilfe der Schulleiter in den Schulen selbst Werbeschriften für seine Lehrlingsabteilung verbreiten zu lassen, in denen sein antisemitischer Charakter derart verschwiegen wird, daß die Lehrer unmöglich erkennen können, wes Geistes Kind der D. h. V. ist. Mit Rücksicht auf den vor einem Jahr erfolgten Anschluß des Großherzogtums Hessen an den Landesverband Hessen- Nassau war eine Aenderung der Satzungen notwendig geworden, die im 'wesentlichen auf eine Erweiterung des Vorstandes und auf die Schaffung eines geschäftsführenden Ausschusses hinauslief. Letzterer wird von mindestens drei im Vorort wohnenden Vorstandsmitgliedern gebildet. Die diesbezüglichen Vorschläge des Vorsitzenden wurden einstimmig angenommen und sodann Frankfurt a. M. wieder zum Vorort, Nr. Mainzer zum Vorsitzenden und die Herren Dr. med. Felix Blumenfeld-Cassel, Bankier Hermann Blumenthal-Cassel, Rechtsanwalt Dr. Rudolf Geiger-Frankfurt a. M., Rechtsanwalt Dr. S. Guggenheim-Offenbacha. M., Sally Haas-Marburg, Hermann Hammerschlag-Gießen, Rechtsanwalt Dr. für. Jos. Katzen st ein- Cassel, Rechtsanwalt Dr. für. S. Katzen st ein-Frankfurt a. M., Kommerzienrat Jul. Landau-Bingen, Meier Rosenthal-Wetzlar, Rabb. Prof. Dr. Salfeld - Mainz, Benedikt Straus-Wiesbaden, Dr. für. Josef Strauß-Darmstadt, zu Mitgliedern des Vorstandes gewählt. Wegen der wachsenden Bedeutung, die die Landesverbandsversammlungen für die Hebung des Interesses der Mitglieder erlangt haben, wurde die Gewährung der Reisekosten 3. Klasse sür die Delegierten zu den Landesverbandsversammlungen angeregt» auf der anderen Seite aber zur Entlastung der Finanzen des Vereins eine seltenere Einberufung der jetzt alle zwei Jahre stattfindenden Hauptversammlung empfohlen. Nach einer kurzen Mittagspause, in der von der Gemeinde Frankfurt a. M. ein Frühstück gereicht wurde, berichteten die Herren Dr. Felix B lumen feld-Cassel und Dr. Max Mainzer-Frankfurt a. M. über die preußischen Landtag swahlen, für die im Derbandsgebiet eine Anzahl antisemitischer Kandidaturen ausgestellt ist.

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