Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 19 (1913)
- Issue
- Heft 3 (März 1913)
- Article
- P. M., Berlin
- Date
- 1913-03-01
- Page
- 140 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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140 Fm deutschen Reich.- organe: Jammer“ und „Deutsche Kultur" angegeben und § der Statuten abgedruckt, der bestimmt: Befähigt zum Erwerb de Mitgliedschaft sind männliche, mindestens 18 jährige, im Beste der bürgerlichen Ehrenrechte befindliche Reichsangehörige a r i - scher Abkunft. Der Ernst-Moritz-Arndt-Bund unterscheide' sich demnach durch nichts vom „Germanenorden" und anderen Schöpfungen des bekannten Antisemiten Fritsch. F. S., Berlin. Auch andere Mitglieder unseres Vereine beschweren sich darüber, daß sie in jüngster Zeit fortwährend durch Zusendung von Drucksachen der Mission belästig: werden. Wir raten den Herren, die Missionare energisch zu ersuchen, sie mit weiteren Zuschriften, die ja ungelesen in beu Papierkorb geworfen werden, zu verschonen. Th. S., Berlin. Daß in dem „Jahrbuch für Jüdische Geschichte und Literatur für 1912" unter der „Literarischen Iahresrevue" verschiedene Neuerscheinungen aufgeführt sind, deren wissenschaftliche Bedeutung Sie geringer veranschlagen als das Freundsche Werk und die Niegersche Schrift, die unerwähnt blieben, wird auch anderen aufgefallen sein. Ans hat es nach früheren Erscheinungen nicht befremdet; doch hätten wir es gern gesehen, wenn Sie Ihr Befremden nicht uns, sondern den Herausgebern mitgeteilt hätten. f>. B., Berlin. Die Karte, die über die Hintertreppe einem Dienstmädchen übergeben wurde, ist charakteristisch für die Art, in der manche antisemitische Geschäftsleute ihre Reklame betreiben. Die Empfehlungskarte lautet: ,,Berliner Fabrik-Niederlage Moderner Wohnungseinrichtungen Fritz Neumann, Charlottenburg, Kaiser-Friedrich- Straße 100/101, 2. Haus von der Scharrenstr. Fernspr. Amt Charl. 8877. Keine Abzahlung! Kein Jude! Moderne Wohnungseinrichtungen von der einfachsten bis zur elegantesten Ausführung." — Da der Absender der Karte annimmt) daß ein Dienstmädchen wochentags zur Besichtigung seiner modernen Einrichtungen wenig Zeit haben würde, hat er der Karte die Bleistiftnotiz beigefügt: „Auch Sonntags bis 6 Uhr zu Hause." B. A.., Hamburg. Die von Ihnen in dem Bericht über die Versammlung der israelitischen Lehrer von Rheinland und Westfalen in Saarlouis (veröffentlicht in dem „Israelitischen Familienblatt" vom 20. Januar) gefundene Aeußerung eines Nichtmitgliedes, „die jüdischen Lehrer hätten bisher nicht immer das wahre Interesse der Schule und der Lehrer gewahrt, die öffentliche Volksschule erfreue sich nicht der ungeteilten Gunst der Verbände", veranlaßt uns, Sie auf folgendes zu verweisen: Der Centralverein hat, soweit er nach seinen Aufgaben irgend in die Lage kommt, sich der Interessen der jüdischen Lehrer