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Im deutschen Reich · 1913-01-01 · Heft 1 (Januar 1913) · p. 35

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
19 (1913)
Issue
Heft 1 (Januar 1913)
Article
Kattowitz
Date
1913-01-01
Page
35 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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Vereinsnachrichten. 35 schloß sich eine lebhafte Debatte, an der sich die Herren Dr. mcd. Klei.r, Feldmann, Dr. med. Pollock, Dr. med. Lewy, Rabbiner Dr. Eschelbacher, E. Wolf und Rechtsanwalt Deutsch beteiligten. Die Diskussion beschäftigte sich, in Anknüpfung an lokale Vorkommnisse, mit den Angriffen von Zionisten auf den Centralverein und ergab als einstimmigen Wunsch der Generalversammlung, daß der Centralverein den prinzipiellen Gegensatz seines deutschnationalen Standpunkts zu dem zionistischen Standpunkt scharf hervorhebe. Alsdann erstattete Herr Dr. Lewy ein außerordentlich beifällig aufgenommenes Referat über die Tätigkeit des Hauptvorstandes. Auch hieran knüpfte sich eine lebhafte Aussprache, an der die Herren Dr. med. Klein, Dr. Pollock, Feldmann, Samuelsdorf, Rabbiner Dr. Eschelbacher und Rechtsanwalt Wolf teilnahmen. Bei der dann folgenden Vorstandswahl wurde beschlossen, an Stelle des als Großh. Notar nach Rheinbischofsheim versetzten Dr. Appel Rechtsanwalt E. E. Deutsch zum Schriftführer, aber keinen weiteren Ersatzmann zu wählen. Im übrigen wurde der Vorstand bestätigt, der sich wie folgt zusammensetzt: Hauptlehrer heidingsfeld, Vorsitzender, Rechtsanwalt E. Meyer, stellverttetender Vorsitzender, Bankdirektor Wolfs, Kassierer, Rechtsanwalt E. E. Deutsch, Schriftführer, Kaufmann Emil Mayer-Mayer, Rabbiner Dr. Eschelbacher, prakt. Arzt Dr. Model. Auf Vorschlag des Herrn Rechtsanwalt Wolf wurde eine Propaganda-Kommission zur Gewinnung neuer Mitglieder eingesetzt. * — Die Gruppe Berlin N. NO. hielt am 12. Dezember d. I. in „Neummans Festsälen" unter Leitung des Herrn Sanitätsrats Dr. Hahn eine gut besuchte Versammlung ab, in der der Syndikus Rechtsanwalt Dr. Holländer über das Thema „Sorgen des jüdischen Mittel st andes" referierte. Redner ging von der Entwicklung des Begriffes und Inhaltes eines jüdischen Mittelstandes aus, charakterisierte die Unterschiede in dessen sozialer Stellung, wie sie sich von der Mitte des vorigen Jahrhunderts bis zum heutigen Tage entwickelt haben und beschrieb die' psychische und ökonomische Verfassung, die sich heute speziell beim jüdischen Mittelstand unter dem Einflüsse seines ganzen wirtschaftlichen Aufbaues vorfindet. Insbesondere wurde das Streben nach Selbständigkeit einer psychologischen Analyse unterzogen unter Würdigung aller Faktoren, die für die wirtschaftliche Entwicklung der in Frage kommenden Bevölkerungsschicht wichtig sind. Die Schwierigkeiten, welche dem jüdischen Mittelstände gerade bei seinem Stteben nach Unabhängigkeit und nach Dorwärtskommen sich bieten, wurden im einzelnen aufgezählt und nach Grund und

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