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Im deutschen Reich · 1912-12-01 · Heft 12 (Dezember 1912) · p. 569

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 12 (Dezember 1912)
Article
[Ohne Titel]
Date
1912-12-01
Page
569 (sequence 6)
Language
German
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Vereinsnachrichten. 569 widmeten Dankesworte des Herrn Rabbiner O.r. Weyt knüpfte dieser die Aufforderung zum Beitritt zum Lentralvereür, der durch diese Versammlung 18 neue Mitglieder gewonnen hat. — Die in Heidelberg längst gewünschte Gründung einer Ortsgruppe ist in einer am 29. Oktober dort abgehaltenen Ceutralvereins-Versammluug ermöglicht worden. Der Leiter der Versammlung, Herr Bezirksrabbiner Dr. Pinkus, begrüßte die aus allen Kreisen der israelitischen Gemeinde und der Studentenschaft herbeigeströmten Zuhörer, die den fesselnden Ausführungen des Syndikus, Herrn Rechtsanwalt I)r. Holländer, mit großem Interesse folgten, hierauf wies Herr Di'. Max Mainzer aus Frankfurt a. M. in eindringlicher Weise darauf hin, daß auch in Baden trotz der vergleichsweise günstigeren Stellung der israelitischen Bürger noch genug Gelegenheit zur Arbeit für den Centralverein vorhanden sei. Die Ausführungen beider Redner hatten den Erfolg, daß sich eine größere Anzahl der Anwesenden als Mitglieder anmeldeten und die Gründung einer Ortsgruppe einstimmig beschlossen wurde. — Die am 31. Oktober in K o n st a n z veranstaltete, zahlreich besuchte C e n t r a l v e r e i n s - V e r s a m m l u n g eröffuetc Herr Stadtrabbiner Dr. Ehone, der seiner Freude darüber Ausdruck gab, daß endlich auch in Konstanz Gelegenheit gegeben werde, über die Ziele des Vereins aus berufenem Munde Genaueres zu erfahren. Rach dem mit reichem Beifall aufgenommenen Vorträge des Syndikus, Herrn Rechtsanwalt Dr. Hollän de r, fand eine freie Aussprache statt. Zunächst betonte Herr Dr. M e i n r a t h , daß vieles, was der Centralverein erstrebe, auch von den Zionisten, verfolgt werde. Herr Stadtrabbiner ] )r. Cho n e unterstrich die Ausführungen des Vortragenden über die Notwendigkeit, jüdische Zeitungen zu lesen und mehr als bisher die jüdische Literatur kennen zu lernen. Herr Bezirkstierarzt M ater hob die Verdienste des Centralvereins im Kampfe gegen antisemitische Ungerechtigkeit hervor,- Herr Sam. Schatz sprach gegen den jüdischen Antisemitismus, und Frau Rechtsanwalt I u h g stattete dem Redner des Abends besonderen Dank ab. — In A ugsburg hat am 2. November d. I. eine sehr zahlreich besuchte C e n t r a l v e r e i n s - V e r s a m m l n n g stattgefunden, in welcher der Vorsitzende des Landesausschusses für das Königreich Württemberg, Herr Dr. meä. Gustav F e l d - mann, in einem Vortrag über das Thema „Warum bleiben wir Juden?" darauf hinwies, wie trotz der gewährleisteten Gleichberechtigung die Juden in vielen Zweigen Zurücksetzungen erleiden, die mitunter sogar eine völlige Ausschließung bedeuten. Das traurigste sei aber dabei, daß der Staat eine Prämie auf die

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