Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1912)
- Article
- Dresden
- Date
- 1912-10-01
- Page
- 465 (sequence 2)
- Language
- German
- Belongs to
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Vereinsnachrichten. 465 einen Tisch, an dem ein Jude sitzt", freigesprochen worden, da er als Antisemit hierbei „in Wahrnehmung berechtigter Interessen" gehandelt habe. Der jüdische Kaufmann hatte natürlich hiergegen Berufung eingelegt, und es ist nunmehr in der Berufungsinstanz folgender Vergleich zustande gekommen: „Der Angeklagte erklärt, daß er gegen die Person und gegen die Ehre des Privatklägers nichts einzuwenden hat. Der Angeklagte bedauert die der Privatklage zugrunde liegenden Aeußerungen und bittet den Privatkläger dieserhalb um Entschuldigung. Er übernimmt sämtliche gerichtlichen und außergerichtlichen Kosten beider Instanzen." P Uixxnbzxg, 12. September. Eine zahlreiche Trauerversammlung fand sich gestern auf dem neuen israelitischen Friedhof zur Beerdigung des Kommerzienrats Galling er zusammen, der als Mitglied des Vorstandes der Nürnberger Kultusgemeinde, und in zahlreichen jüdischen Organisationen, darunter auch in unserm Centralverein, eine höchst verdienstvolle Tätigkeit entfaltet hat. Herr Rabbiner Dr. Freudenthal schilderte in beredten Worten das gemeinnützige Wirken des Verstorbenen, Herr Iustizrat Dr. Held rühmte seine Tätigkeit in der Vorstandschaft der Kultusgemeinde, und Herr Iustizrat Iosephthal sprach Worte herzlicher Anerkennung namens des Vorstandes des Centralvereins deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und der Nürnberger Ortsgruppe dieses Vereins. Dem unermüdlichen Wirken des Verstorbenen auf den verschiedensten Humanitären Gebieten. gab dann noch eine ganze Reihe von Rednern ergreifenden^ Ausdruck. * Vereinsnachrichten. Zum hundertjährigen Jubiläum der Befrei u n g s k r i e g e w er d e n w i r e i n e u m f a s s e n d e Dürft e l l u n g der M i l i t ä r p f l ich t preußischer I u d e n und ihrer Beteiligung an den B e fr ei u n g s k r i e g eit hl e r a usgebe n. Für die Bearbeitung habe n w ir zwei Forscher gewonnen, die bereits feit vielen Jahren die Materialien für diese Frage gesammelt haben. Am aber die möglichste Vollständigkeit zu erreichen, bitten wir unsere Fr eun d e, i h n e n ö ek a un L g e w o r d e n e E in z el he it en aus ihren Gemeinden uns Mitteilen zu wollen. In Frage ko mm en Namen und nähere Angabe n von Kriegsteilne h m ern, amtliche Urkunde n über