Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 18 (1912)
- Issue
- Heft 7-8 (Juli 1912)
- Article
- Wien
- Date
- 1912-07-01
- Page
- 361 (sequence 2)
- Language
- German
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Vereinsnachrichten. 361 meldeten, gehörten Lamberto Segre aus Bologna und Leutnant Coen aus Modena. Leutnant Achille Levi Bianchini zeichnete sich bei Benghasi aus; Kapitän Angelo Frank tat sich durch einen mutigen Angriff bei Tobruk hervor; Hauptmann Gmanuele Pugliese, der schon die Tapferkeitsmedaille besaß, beförderte unter dem heftigsten Gewehrfeuer der Feinde Depeschen und blieb bei Benghasi, obwohl verwundet, im Sattel, um an der letzten Phase der Schlacht teilnehmen zu können; Leutnant Del Vicchio fiel bei Ainzara. Die jüdische Gemeinde von Turin versprach dein jüdischen Soldaten oder Offizier, der sich die goldene Tapferkeitsmedaille verdienen würde, eine Belohnung von 1000 Lire. £ Vereinsnachrichten. — Die Halbmonatsschrift des Vereins für Handl u n g s k o m m i s v o n 1858) „Der Handelsstand") hat in der Nummer vom 16. Mai 1912 folgende Berichtigung veröffentlicht : „Zur Sonntagsruhe. Unsere Angabe auf Seite 176 der Nummer vom 16. April, wonach der Centralverein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens keine Ausnahmen für jüdische Geschäfte zugelassen sehen wolle, beruht auf einem Irrtum, der durch eine mißverstandene Mitteilung eines unserer jüdischen Mitglieder hervorgerufen wurde. Der Centralverein tritt vielmehr, wie ec uns schreibt, für diein dem Gesetzentwurf vorgesehene nAusnahmenfürjüdischeGesch äste ein." — Die K o n f e s s i o n a l i s i e r u n g macht scheinbar immer weitere Fortschritte; sie beschränkt sich übrigens längst nicht mehr auf jüdische Anwärter, sondern auch auf katholische, und wird deshalb auch von der Zentrumspartei auf die Dauer nicht ruhig hingenommen werden können. In dem „Königsberger Anzeiger" vom 9. Juni findet sich z. B. eine Notiz für Militä ran Wärter im Bezirke des ersten Armeekorps, wonach am ersten August in der königlichen Realschule zu H e i l s b e r g die Stelle eines S ch u l d i e n e r s erledigt ist und Bewerbungsgesuche unter Beifügung des Lebenslaufes und der Militärpapiere an den Leiter der Anstalt, Oberlehrer Gembusch, zu richten sind. Der Schluß, der Ankündigung lautet: „Kat h o lis che Bewerber nicht er w ü ns ch t." Die „Ermländische Zeitung" bemerkt dazu, daß. die städtische höhere Knabenschule in Heilsberg unter großen Opfern von einem katholischen Priester begründet worden ist und Oberlehrer Gembufch sowie die beiden anderen Lehrer, ferner auch die meisten Schüler Katholiken sind. Nicht nur die „Crmländische