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Im deutschen Reich · 1912-07-01 · Heft 7-8 (Juli 1912) · p. 360

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 7-8 (Juli 1912)
Article
Kattowitz
Date
1912-07-01
Page
360 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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360 Im deutschen Reich. der ausländischen Arbeiter eingeschränkt wird. Die Karenzzeit von vier Wochen für die jüdischen Arbeiter wird während der Herbstfeiertage eintreten. Das jüdische Arbeitsamt versichert in der uns zugegangenen Mitteilung, daß mit dieser Beschäftigung der galizischen und russischen Arbeiter den einheimischen Arbeitern keine Konkurrenz gemacht wird, da diese bei den bestbezahlten Arbeiten den Vorrang haben. Das jüdische Arbeitsamt will jedem einzelnen jüdischen Arbeiter für das Reisegeld nach Kattowitz, Anschaffung von Arbeitskleidern, Schuhwerk usw. mindestens einen Vorschuß von 50—60 Mark leisten, der ihm am Ende des Jahres wieder in Abzug gebracht werden und die Mittel liefern wird, einer neuen Kolonne von Arbeitern Vorschüsse zu gewähren. Zur Durchführung dieses Aktes der Wohltätigkeit bedarf das Arbeitsamt aber größerer Mittel, als ihm zur Verfügung stehen, und erbittet Unterstützung seines Werkes sowie andere Mitteilungen an Herrn Siegfried Wiener, Kattowitz, Wilhelmplatz 2. (£§ München, 3. Juni. In der „Münchener Mediz. Wochenschrift" veröffentlicht der Besitzer des sich auch bei jüdischen Sommerfrischlern insbesondere Münchenern einer großen Beliebtheit erfreuenden Alpenhotels A m m e r w a l d in Nord- Tirol, Herr Gottfried Bunte ein Inserat, in dem einem feinen Arzt (C h r i st) als Sommerfrische freie Wohnung und Verpflegung zum Selbstkostenpreis gegen Bereitwilligkeit etwaiger Hilfsleistung im Bedarfsfälle geboten wird. /x ßxexbuxg, i Vr., 2. Juni. Der „Verein zur Förderung des Handwerks und der technischen Berufsarten unter den Israeliten des Großherzogtums Baden, Abteilung Freiburg" versendet mit der Einladung zu der am 3. September d. I. in Freiburg, Werderstr. 1. stattfindenden Hauptversammlung einen Bericht für die Jahre 1909 und 1910, aus dem sich ergibt, daß sich die Täugkeit des Vereins nicht in der Aufbringung der zur Ausbildung der Lehrliage erforderlichen Mittel erschöpft. Die Tätigkeit ist wesentlich auch darauf gerichtet, jeden Pflegebefohlenen dem Handwerk zuzuführen, für das er sich am besten eignet, ihn bei einem tüchtigen Meister unterzubringen und für eine gewissenhafte Beaufsichtigung zu sorgen. ■; , j : : : r:; 11 I f; Wien, 10. Juni. Das „Neue Wiener Journal" entnimmt der „Settiwana Israelitica" folgende Daten: „In gtalieit bilden die Juden nur 1 o/o der Bevölkerung; ihre Beteiligung am Heeresdienst ist aber weit größer. Die Generäle Coen in Livorno und Garpi in Bologna sind Juden. Als der gegenwärtige Krieg erklärt wurde, boten sich sofort viele Juden als Freiwillige an; zu den ersten Soldaten, die sich als Freiwillige

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