Mannheim
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Im deutschen Reich · 1912-02-01 · Heft 2 (Februar 1912) · p. 91

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 2 (Februar 1912)
Article
Mannheim
Date
1912-02-01
Page
91 (sequence 2)
Language
German
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Verein sna ch richten. die Einzelnen und diesen Teil konkret fassen, aber niemals die Sache generell hinstellen und die ganze Iudenschaft verletzen, unter der es die allerehrenwertesten Menschen gibt." * Vereinsnachrichten. — Im Artus-Hof in Königsberg i. P. hat am 13. Dez. eine Versammlung der dortigen Ortsgruppe unter Vorsitz des bewährten Leiters dieser Ortsgruppe, Herrn Professor Di'. Falkenheim, stattgefunden. Vor vollständig gefülltem Saale sprach zunächst der Vereinssyndikus Herr Rechtsanwalt Di*. Hollaender über „Unsere Stellung zur gegenwärtigen innerpolitischen Lage" und beleuchtete in eingehenden Ausführungen die jetzige durch die Wahl geschaffene Lage, ging auf die im Wahlkampfe gemachten Erfahrungen ein und zeigte Mittel und Wege, die dazu führen, daß die Juden mit tunlichster Energie für die Wahrung ihrer Rechte sorgen. Durch eine große Reihe praktischer Beispiele aus jüngster Zeit gab er den Zuhörern ein anschauliches Bild über die Arbeit des Vereins, seine Arbeitsmethoden und seine Erfolge. Minutenlanger Beifall zeigte die Zustimmung der gesamten Versammlung zu den Ausführungen des Redners. Herr Professor Dr. Falkenheim gab dieser Zustimmung in beredten Worten Ausdruck. Der Vertreter des Zentralvorstandes) Herr Rechtsanwalt Dr. Brodnitz- Berlin, begrüßte die Versammlung und sprach insbesondere den Dank der Vereinsleitung für die rührige Tätigkeit der Königsberger Ortsgruppe aus. Er betonte, daß. in den schweren Kämpfen, die wir führen, das erhebende Moment darin zu finden ist, daß sich im Dienste unserer Bestrebungen alle deutschen Glaubensgenossen, welcher Richtung sie im einzelnen auch angehören mögen, zusammengefunden haben. Es fand, nachdem Herr Rechtsanwalt Bogusch den Geschäftsbericht erstattet hatte, eine mehr als dreistündige Diskussion, welche, so temperamentvoll sie auch zeitweise geführt wurde, durchweg großzügig gehalten war und bestätigte, wie groß das Interesse ist, das von allen Seiten der Königsberger Ortsgruppe entgegengebracht wird, statt. An der Diskussion beteiligten sich insbesondere die Herren RepräsentantenvorstLher Arendt, Rechtsanwalt Bogusch, Professor Falkenheim, Repräsentant Feinstem, Fürst, Iustizrat Holz, Dr. Hoppe, Dr. Äissel, Dr. Pelz, Waisenhaus-Direktor Perils, Rabbiner Dr. Vogelstein. Es wurde insbesondere die Besorgnis zum Ausdruck gebracht, daß der unter dem Namen „Jüdischer Iugendverein zu Königsberg in

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