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Im deutschen Reich · 1912-01-01 · Heft 1 (Januar 1912) · p. 40

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
18 (1912)
Issue
Heft 1 (Januar 1912)
Article
Nürnberg
Date
1912-01-01
Page
40 (sequence 1)
Language
German
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40 Im deutschen Reich. G ünxnbcxg, 20. Dez. Unter der Spitzmarke ,,<S a lizis ch e Konkurrenz" hatte die „Nürnberger Volks-Ztg." berichtet: „Irr der hiesigen Fränkischen Schuhfabrik herrscht jetzt bei den eingesessenen deutschen Heimarbeiterinnen eine allgemeine Arbeitslosigkeit. Dagegen sind die von Galizien, Rußland und noch weiter her eingewanderten Juden, die jetzt ganz Steinbühl überfluten, Tag und Nacht beschäftigt. Sin jüdischer Nnterstützungsverein hat mit der Fränkischen Schuhfabrik einen Vertrag abgeschlossen, wonach die Schuhfabrik den russischen und galizischen Juden vorläufig fünfzig Steppmaschinen umsonst zu liefern und sie soweit wie möglich zu beschäftigen hat." Daran knüpfte die „Nürnberger Volks-Zeitung" die Bemerkung: „Als seinerzeit vertriebene Mönche und Nonnen in Deutschland Arbeit und Brot finden wollten, da hat man diese „Konkurrenz" von sozialdemokratischer Seite zurückgewiesen." - - Inzwischen hat sich aber die „Nürnberger Volks-Zeitung" bequemen müssen, festzustellen, daß diese Nachricht frei e r f u n b e rt t st. Vereinsnachrichten. Drei Versammlungen Berliner Ortsgruppen zeigten von neuem, ein wie reiches Arbeitsfeld sowohl in den städtischen Bezirken selbst als auch außerhalb des Weichbildes von Berlin, in den Vororten, unseren Gruppen gegeben ist, das im kommenden Jahr mit aller Energie wird bearbeitet werden müssen. Am 7. Dezember wurde in dem vom Vorstand der Jüdischen Gemeinde zu diesem Zweck dem Verein entgegenkommend überlassenen Blenarsaale des 2. Verwaltungsgebäudes, Rosenstr. 2/ä. eine zahlreich besuchte Versammlung der Vereinsgruppen Berlin X. u. 270. unter dem Vorsitz des Herrn Rabbiner ])r. R. Woh! berg abgehalten. Der Vortrag des Herrn Predigers und Schuldirigenten A. Levy- Charlottenburg: „Die B e r u fswahl der j ü d i s ch e n I u g e n d" erregte bei allen Anwesenden d)lrch die dabei sich bekundende Sachkenntnis und zahlreichen wertvollen Anregungen ein großes Interesse, das nicht nur eine mehrstündige Debatte, sondern Mich den Wunsch der Drucklegung des Vortrages veranlaszte. Wenn davon zunächst noch Abstand genommen wird, ist dabei der Wunsch maßgebend, Vag dieser Vortrag vorher von dem Referenten selbst noch in anderen Ortsgruppen gehalten werden und durch das gesprochene Wort nutzbringend wirken soll.

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