Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1911)
- Article
- Heiteres in ernster Zeit
- Date
- 1911-12-01
- Page
- 716 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- chapter
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716 Im deutschen Reich. Vermischtes. Werteres in ernster Zeit. Wir geben im folgenden unfern Lesern eine Notiz aus der sattsam bekannten Zeitschrift „Hammer" (Nr. 225, Seite 585) des Herrn Fritsch wieder, die nicht verfehlen wird, die allgemeine Heiterkeit zu erregen: „Impfung — Juden — und Hunde. — Wer kann Auskunft über folgende Beobachtung geben: 1. Es wird behauptet, die Juden ließen ihre Kinder nicht impfen. Keine Judenmutter bringe ihr Kind zur öffentlichen Impfstelle. Der jüdische Arzt stelle den Impfschein rein xao forma aus. Wäre dem so, dann würde sich eine gewisse Ueberlegenheit ergeben, da das jüdische Blut nicht mit Kälber-Eiter infiziert wird. Läßt sich hierüber authentisches Material bekommen? Sollte die Einführung der Impfung ein Werk unserer Feinde sein, um unser Blut zu verderben und unsere Rasse zu vernichten? Sollten viele auffällige Entartungserscheinungen am heutigen Geschlecht nicht vielleicht mit dieser künstlichen Blutvergiftung im Zusammenhang stehen? 2. Ist es Tatsache, daß Hunde ungern zu Juden gehen? Juden sollen Hunde nicht leiden können. Die jüdischen Viehhändler, sowie auch die sonstigen Juden, in Stellungen,- wo Hunde sonst verwendet werden, sollen keine Hunde haben. Stimmt das?" Kommentar überflüssig! * Redaktionsschluß dieser Nummer 23. November 1911 Verantwortlich für die Redaktion und Verlag: Alph onse Levy, Berlin. Alleinige Jnseratenarmahnre: Bennigson & Ehrlich. Verlag für Handel und Industrie Berlin W 57. Druck: Paß & Garled G. m. b. H., Berlin W 57.