Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 12 (Dezember 1911)
- Article
- Die Begründung des Provinzialausschusses der Regierungsbezirke Breslau und Liegnitz und die Generalversammlung der Breslauer Ortsgruppe
- Date
- 1911-12-01
- Page
- 663 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 98% known words query
- IRI
…/2316602-2316804-2316816-2345460--22123-2345518- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Die Begründung des Provinzialarrsschussts nsw. 663 bereits zu diesem Zweck zusammengeschlossen, die Bezirke Breslau und Liegnitz müßten sich nun ebenfalls zu einem Verbände vereinigen. Die weitere Begründung der Vorlage durch den Syndikus Herrn Rechtsanwalt Dr. Holländer-Berlin wurde mit großem Beifall ausgenommen. Im Verlauf der sich anschließenden Debatte berichtete Herr Justizrat Hirschberg über die erfolgreiche Werbetätigkeit der Herren Salisch-Landeshut und Erwin May-Glatz und regte die anwesenden Delegierten dazu an, in ähnlicher Arbeit mit Eifer fortzufahren. Herr Hammer- Bunzlau teilte den korporativen Anschluß seiner Gemeinde mit einem Jahresbeitrag von 50 Mark mit und verwies darauf, daß die Juden in Bunzlau sich wiederholt selbsttätig im Sinne des Central-Vereins verhalten hätten, was Herr S a lisch auch den Mitgliedern seiner Gemeinde nachrühmte. Herr D. N. Schlesinger-Breslau betonte sodann, daß für ähnliche Kämpfe der kleinen Gemeinden die Vorarbeiten im Berliner Central-Verein geleistet worden seien. Herr B a u m a n n - G u h r a u erhoffte für seine kleine Gemeinde durch die Begründung des Verbandes einen starken Rückhalt; Herr R. -A. D a n z i g e r - B r i e g berichtete, daß der Verein in seiner Stadt bereits 30 Mitglieder zähle, die Gründung einer Ortsgruppe sich aber zunächst noch nicht ermöglichen lasse, weil man öffentlichen Versammlungen abgeneigt sei. Herr R. -A. Dr. Holländer-Berlin meinte dagegen, daß gerade die Abhaltung von Versammlungen in den kleineren Orten sich dadurch nützlich erweise, daß in ihnen die Juden über die Art und Weise der zu leistenden Arbeit unterrichtet würden. Ehe man zu öffentlichen Versammlungen schreite, müsse man zunächst die Mitglieder zu einer gemeinsamen Sitzung veranlassen. Im weiteren Verlauf der Debatte, an der sich die Herren Dzialoszynski- G l a tz , F e i b e l s o h n - S ch w e i d ni tz, K r a m e r - H a y - n a u, Hühsen-Brieg, Emil Sachs-Breslau und W a ch s n e r beteiligten, dankte Herr Rechtsanwalt Littmann - Bres lau Herrn R.-A. Dr. Holländer-Berlin für seine Ausführungen und empfahl die Werbung zahlreicher Mitglieder und die Begründung von Ortsgruppen. Herr Geheimrat W o l l st e i n-Breslau empfahl, sich nicht mit den Gemeindebeiträgen zu begnügen, sondern auch Einzelmitglieder