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Im deutschen Reich · 1911-10-01 · Heft 10 (Oktober 1911) · p. 588

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 10 (Oktober 1911)
Article
Zur Ehre des Judentums [Rezension]
Date
1911-10-01
Page
588 (sequence 2)
Language
German
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588 Im deutschen Reich. Der verstorbene Levinstein ist unfern Lesern kein Fremder. Er ist im Laufe der Jahre in einer größeren Anzahl prächtiger Schriften und Vorträge für die Ehre des Judentums wirksam eingetreten und hat insbesondere gegen den überzeugungslosen Abfall scharfe, wirksame Waffen geschmiedet. Die diesbezüglichen Schriften und Vorträge finden sich in dem im Verlage des Central-Vereins erschienenen Buche „Zur Ehre des Judentums" gesammelt vor und werden sicherlich auch in Zukunft den Anklang finden und den Segen stiften, den zu verbreiten ihnen bisher beschieden war. L. H. Der Deutsche Staatsbürger. Herausgegeben von Arthur Schröter, Carl Ernst Poeschel-Berlag, Leipzig 1911. Preis 4 M. In diesem Werke ist eine allgemeine kurze Rechts- und Wirtschaftslehre mit politischen Ausblicken enthalten. Das Buch kann zur ersten Einführung insbesondere dem gebildeten Laien nur empfohlen werden. Die Kenntnis des in ihm enthaltenen Materials wird allen denen, die im Kampfe um die Gleichberechtigung der Juden stehen, von Wert sein. L. H. Dr. Markus Lehnrann: VonDr. Jon Lehmann. „Lehmanns Jüdische Volksbücherei", Band 60/61, Frankfurt a. M. Verlag von I. Kausfmann. 1910. Das Bild seines Vaters, des Begründerrs der Zeitschrift „Israelit", eines Vorkämpfers strenggläubiger Gesinnung, hat der Verfasser der Denkschrift „Or. Markus Lehmann" darin so liebevoll gezeichnet, daß selbst solche, die einen anderen religiösen Standpunkt vertreten, von dieser Schrift sympathisch berührt werden müssen. Das vollständige Charakterbild Markus Lehmanns ist von seinem Sohn in folgenden treffenden Sätzen zusammengefaßt: „Ein ungewöhnlich reich beanlaates Menschenkind, dessen tiefe Religiosität alle anderen Triebe weit überragt. Schon früh schließt er mit allen religiösen Zweifeln ab und erwählt den positiven Glauben des alten Judentums als die Grundlage seiner Seele. Meister des Stils und der Sprache zwingt er sich zu einer volkstümlichen Schreibweise und gewinnt eine höchst anmutige, tiefgehende und zu Herzen sprechende Form des Ausdrucks. So wird er der große Wortführer des a l t j ü d i s ch e n Glaub ens." ' A. L.

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