Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 10 (Oktober 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / Beltz, Julius
- Date
- 1911-10-01
- Page
- 575 (sequence 2)
- Language
- German
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feiert. Dem hochverdienten Jubilar wurden aus diesem Anlaß zahlreiche Ehrungen zuteil; der Ceutral-Verein widmete ihm ein B tum e n-A r rang em ent, dem nachstehendes Sehr eiben beigefügt war: Hochgeehrter Herr Geheimrat! Zur Feier Ihres 80. Geburtstages spricht Ihnen der Vorstand des Central-Vereins seinen herzlichsten G lück - wunsch aus. Er ist stolz und erfreut, in Ihnen, dem allezeit waekern und mannhaften Verfechter der Gleichberechtigung der deutschen Juden und der Ehre des jüdischen Namens, sein einziges Ehrenmitglied begrüßen zu können. Er hofft und wünscht von Herzen, daß es Ihnen vergönnt sein werde, viele Jahre in der Ihnen verliehenen Frische und Rüstigkeit mit uns zum Wohle der deutschen Juden zu arbeiten und bittet Sie als Zeichen treuen Gedenkens die beifolgenden Blumen entgegennehmeu zu w ollen. — Wir veröffentlichen den nachstehenden Briefwechsel in der Erwartung, daß das Vorgehen eines eifrigen Vereinsmitgliedes einen Ansporn für andere Mitglieder zu ähnlicher Tätigkeit bilden werde. Meimbressen, den 8. Juni 1911. Herrn Julius Beltz, Verlagsbuchhündler Langensalza. Es find mir in Ihrer „Volksschule" Artikel begegnet, in denen B e h a u p t u n g e n it a d) antisemiti s ch e m Rezept aufgestellt werden. In Heft 2, Jahrgang 7, Seite 59 Abs. 2, ist von internationalen Juden die Rede. Wie kommt der Herr Professor Wächter dazu, solche Behauptungen aufzustellen, für die nicht ein Schimmer des Beweises zu erbringen ist. Man sollte eigentlich denken, daß ein akademisch gebildeter Herr es gar nicht wagen könnte, Ihrem Leserkreise, der sich doch hauptsächlich aus Lehrern zusammensetzt, solche längst abgedroschenen Phrasen aufzutischen. Ich, als Jude, muß mich ganz entschieden dagegen verwahren, daß die Juden international wären. Heft 3, Seite 155, bringt den Artikel „Der Freisinn: imb die Lehrer" aus der „S t a a t s b ü r g e r - Z e i t u n g".