Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 9 (September 1911)
- Article
- [Ohne Titel] / A. L.
- Date
- 1911-09-01
- Page
- 506 (sequence 8)
- Language
- German
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Im deutschen Reich. 5>06 mitismus ist nicht nur die Geißel der russischen Juden; die entfesselte Pogrombestie wird entweder gebändigt werden oder schließlich auch die zerfleischen, die sie für ihre politischen Zwecke gebrauchen! A. L. Korrespondenzen. ,P Berlin, 24. August. Bon einem Mitgliede aus Hannover geht uns folgender interessanter Beitrag zur Stellung der Juden im Heere zu, der wohl auch bei den zuständigen Stellen die erforderliche Aufmerksamkeit finden dürfte: „Der Bericht über die am 27. April 1911 in Frankfurt a. Main abgehaltene Versammlung veranlaßt mich, einen Vorfall bekannt zu geben, der zwar schon einige Jahre zurückliegt, der aber deutlicher als alles andere zeigt, daß die Zurücksetzung der Juden im Heere systematisch von oben herab betrieben wird. Dieser Vorfall spielte sich anläßlich der Vereidigung der im Oktober 1907 in der Garnison Hannover eingestellten Rekruten ab. In Hannover erfolgt die Vereidigung aus einem großen freien Platze, dem Waterlooplatz, angesichts des gesamten Offizierkorps sämtlicher in Hannover stationierten Truppen, der gesamten Generalität, sowie der feierlich enthüllten Fahnen und Standarten. Die Vereidigung geschieht in der Weise, daß die Bataillonsadjutanten ihrem Bataillon unter Hinweis auf die Fahne den Eid vorsprechen, den die Mannschaften nachsprechen. Die Vereidigung spielte sich nun im Jahre 1907 wie folgt ab: Die Bataillone bildeten je zwei Kolonnen, auf der einen Seite die Evangelischen, auf der anderen Seite die Katholiken. Nicht-Preußen und Juden, sowie Angehörige von Sekten (waren nicht vorhanden) mußten hinter die Front treten. Run sprach der Adjutant des Bataillons zunächst die Eidesformel vor, die die Mannschaften nachsprachen; dabei sagte er etwa wörtlich: „Jetzt haben die Evangelischen zu sagen: So wahr mir Gott helfe durch Jesum Christum zur Seligkeit." Das geschah. „Jetzt haben die Katholiken zu sagen: So wahr mir Gott helfe und sein heiliges Evangelium." Das geschah ebenfalls. Das einfachste wäre gewesen, fortznfahren: