Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 6 (Juni 1911)
- Article
- Bericht des Vorstandes über seine Tätigkeit in der Zeit vom Februar 1909 bis Februar 1911
- Date
- 1911-06-01
- Page
- 312 (sequence 2)
- Language
- German
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Jnr deutschen Reich. 312 genügen. Die Mitglieder des '"Berliner Vorstandes haben sich bisher größtenteils in bereitwilliger Weise zur Verfügung gestellt können aber infolge der weiten Entfernungen ^unmöglich größere Reisen nach außerhalb unternehmen. Von auswärtigen Mitgliedern des Vorstandes sind insbesondere die Herren Rechtsanwälte Abel und Herzfeld-Essen, Dr. Mainzer- Frankfurt a. M., Dr. Feldmann-Siuttgart und Justizrat Saling er-Oppeln rednerisch tätig gewesen. Ohne deren Hilfe und die Mitarbeit einer kleinen Anzahl redegewandter Herren aus den Ortsgruppenvorftünden wäre die Entwickelung des Vereins unmöglich gewesen. Es kann aber nicht verschwiegen werden, daß, wenn in höherem Maße agitiert worden wäre, die Erfolge noch weit besser gewesen wären. Der Centralvorstand wird sich Mühe geben, nach dieser Richtung hin für eine weitere Ausgestaltung der Organisation zu sorgen und bittet insbesondere, unbedingt für Abhaltung von Versammlungen an kleinen Plätzen Sorge zu tragen, gleichviel ob sie einen großen finanziellen Erfolg versprechen oder nicht. Eine vorzügliche Organisation und entsprechenden Mitgliederbestand weisen die Bezirke der Landesverbände Rheinland und Westfalen, Hessen-Nassau und Württemberg auf. Es ist dort durch systematische Arbeit gelungen, ziemlich das ganze vorhandene Material für die Ideen des Vereins zu interessieren. In guter Entwickelung begriffen ist der Landesverband für Oberschlesien, der seit seinem kurzen Bestehen außerordentlich eifrig arbeitet und schon sehr viel erreicht hat. Auch die Organisation im Königreich Sachsen streitet seit Gründung des Landesverbandes in erfreulicher 23etfe vorwärts. Ebenso versucht Pommern, die Provinz in der gerade dort so wünschenswerten Weise mobil zu machen. Die Verbreitung des Vereins in Großstädten, speziell in Berlin, ist nicht ganz in der wünschenswerten Weise vor sich gegangen, wenn auch nach dieser Richtung hin die Bemühungen der Ortsgruppen, namentlich in Frankfurt -a. M., Breslau und Hannover, von großem Erfolge gewesen sind. In Berlin macht die Propaganda deswegen so große Schwierigkeiten, weil bei der Größe der Stadt nur immer relativ wenige Menschen zu einander in Beziehungen treten können, und dadurch die Werbung von Mund zu Mund, die an