Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 3 (März 1911)
- Article
- K. C.-Blätter [Rezension]
- Date
- 1911-03-01
- Page
- 168 (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 96% known words query
- IRI
…/2316602-2316804-2316808-2344336--21374-2344428- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
168 Im deutschen Reich. Wcherfchau. K. L. - Blätter. M o n a t s s ch r i f t b e i: t m K a r £ ellf o rt ö e tt t vereinigten Korpor a L i o n e n. Seit einigen Monaten ist ein langgehegter Wunsch der „K. C.er^ in Erfüllung gegangen: sie haben ihr eigenes Vereinsorgan, das als ein neues geistiges Band die den einzelnen Verbindungen angehörenden aktiven Mitglieder und alten Herren noch fester aneinanderfügen und willkommene Gelegenheit zum Meinungsaustausch, sowie zur Verbreitung der Grundsätze des K. C. geben wird. Welch frischer, selbstbewußter, tatkräftiger Geist durch die Reihen dieser Vereinigung weht, erhellt fast aus jedem Beitrag der bisher erschienenen Hefte, deren Inhalt für jeden von den Ideen des Central-BereinS Durchdrungenen etwas sehr Erfreuliches hat. Wenn sich solch ein Nachwuchs heranbildet, dann braucht uns Aelteren um den Ausgang des Kampfes, den nur führen, nicht bange zu sein. Aus den Reihen des K. C. kam einst der erste Anstoß zur Gegenwehr gegen die Angriffe auf unsere Gleichberechtigung. Hunderte von jungen Akademikern sind seit jenen Tagen durch die Schule des K. C. gegangen, an deren Eingangspforte die Sätze stehen: „Die Verbindungen im K. C. stehen auf dem Boden deutschnationaler Gesinnung. Sie haben zum Zweck den Kampf gegen den Antisemitismus in der deutschen Studentenschaft und die Erziehung ihrer Mitglieder zu selbstbewußten Juden, die im Bewußtsein, daß die deutschen Juden einen durch Geschichte, Kultur- und Rechtsgemeinschaft mit dem deutschen Vaterlande unlöslich verbundenen Bolksteil bilden, jederzeit bereit und imstande sind, für die politische und gesellschaftliche Gleichberechtigung der Juden einzutreten." So verfolgen die Verbindungen im K. C. auf akademischem Boden und in studentischer Form die gleichen Ziele, wie der Central-Verein im bürgerlichen Leben. Die Tendenz seines neugeschafsenen Vereinsorgans wird deshalb naturgemäß auch auf vollste Sympathie bei beit Lesern dieser Zeitschrift rechnen dürfen. Wünschenswert wäre es, wenn man Gelegenheit nähme, den Inhalt hier und da auch nichtjüdischen Kreisen, insbesondere akademischen Behörden und Professoren,