Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 3 (März 1911)
- Article
- Dr. A. C., Köln
- Date
- 1911-03-01
- Page
- 166 (sequence 2)
- Language
- German
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166 Im deutschen Reich. wird uns mitgeteilt, daß in den Jahren 1901 bis 1911 im ganzen nur fünf jüdische Aerzte an dem Kreisarzt- Examen teilgenommen haben. Von diesen sollen sich nach bestandenem Examen drei gar nicht zu einer Kreisarztstelle gemeldet haben, die beiden anderen aber angestellt worden sein. Es ist dringend zu wünschen, daß jüdische Aerzte sich künftig zur Absolvierung des Kreisarzt-Examens entschließen und sich dann zu einer Kreisarztstelle melden. Wir glauben nicht, daß sie dies zu bedauern haben werden. * D. ZI., Kreuznach. Von dem in dem Kreuznacher „O e f f e n tl i ch e n Anzeiger" in den Nummern vom 27., 28. und 30. Dezember v. Js. erschienenen „Eingesandt" haben wir seinerzeit Kenntnis genommen. Uns scheinen die darin enthaltenen Ausführungen nur der Ausdruck einzelner antisemitisch angehauchter Persönlichkeiten zu sein, deren Schmähungen wir vorläufig keiner Widerlegung würdigen. Immerhin war es von dem Verleger und Redakteur des genannten Blattes den dortigen Juden gegenüber rücksichtslos, derartigen Einsendungen überhaupt Aufnahme zu gewähren. Die Ablehnung wäre schon mit Rücksicht darauf geboten gewesen, daß Kreuznach ein von sehr vielen Juden besuchter Wendeplatz ist. Sollten sich diese Gehässigkeiten wiederholen, dann werden wir im Interesse des Judentums und zur richtigen Abwehr die nötige Initiative in der Sache ergreifen. * A. K., Frankfurt a. M. Wir haben bereits früher daraus hingewiesen, daß Herr Tr ebst, der Besitzer der dortigen Glauburg-Apotheke, die auch jüdische Kundschaft hat und in deren Nähe mehrere jüdische Aerzte wohnen, wiederholt und neuerdings wieder am 11. Januar in der „Pharmazeutischen Zeitung" einen Gehilfen christlicher Konfession sucht, und die ihn dabei leitende Tendenz durch fetten Druck der Worte „christlicher Konfession" noch