Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 17 (1911)
- Issue
- Heft 3 (März 1911)
- Article
- M. H., Berlin
- Date
- 1911-03-01
- Page
- 165 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkasten. ir,:, Herz ens eigenschaften geehrten Volksfreuuld zum Vorwurf, was ihm uns nach den Begriffen aller vorurteilslosen Menschen zur Ehre gereicht: „Beim Tode Paul Singers erfuhr man aufs neu: Sein Le b e n l a n g b lieb er de m I u d e n t u m t r e u." Und dieses Judentum hat ihn sicher nicht gehindert, sich auch als Sohn des deutschen Volkes zu fühlen! * M., l$lanxeribuxg (Harz). Wenn in dem dort verbreiteten Flugblatt des „R e i ch s v e r b a n d e s gegen die Sozialde m o k r a t i e" gesagt ist: „K atholiken und Evangelische sollen sich ihrer gemeinsamen Interessen bewußt bleiben", die Inden also unberücksichtigt geblieben sind, braucht dabei keine böse Absicht zugrunde zu liegen. Man hat vielleicht nur bei Abfassung des Flugblattes in einer Gegend, in der nur wenige Juden wohnen, an diese nicht gedacht. Wir haben schlimmere Gegner, die nicht gedacht werden sollen! £ £., pofen. Der Vergleich, den Sie zwischen dem Verhalten einzelner preußischen Landräte und dem des L a n d e s a u s s ch u s s e s v o n G a l i z i e n ziehen, ist nicht ganz unberechtigt, wenn auch die wirtschaftlichen Verhältnisse in den Sstmarken nicht ganzso schlimm liegen wie in Galizien. Jedenfalls ist aber festzustellen, daß sich der L a n d e s a u s s ch u ß von Galizien von agrarischantisemitischen Vorurteilen frei hält, indem er bei der Formulierung der Fragen über die Untersuchung der s ch l i m men Lage der g a l i z i s ch e n Juden als Ursachen die Gründung von Kreditgenossenschaften, landwirtschaftlichen Kasinos und Prodnkrivgenossenschaften und das H ausi erg es etz anfi'i hr t. * Dr. A. Köln. Bezüglich der oft gerügten Nichtbesetzung von Kr-ei s a r z t st e l l e n mit jndis chen Aerzten