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Im deutschen Reich · 1911-03-01 · Heft 3 (März 1911) · p. 158

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
17 (1911)
Issue
Heft 3 (März 1911)
Article
[Ohne Titel] / Schneider, M.
Date
1911-03-01
Page
158 (sequence 14)
Language
German
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IRI
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158 Im deutschen Reich. Versammlung und die Begründung der dortigen Ortsgruppe verdient gemacht hat, nach kurzem Leiden plötzlich verschieden. Dem treuen Vereinsmitgliede ist in unserm Kreise ein ehrendes Andenken gesichert. — Durch das Hinscheiden des Herrn Eduard Cohen in Frankfurt a. M. haben eine ganze Reihe gemeinnütziger Organisationen, insbesondere auch unser Verein, einen schweren Verlust erlitten. Stets bereit, mit der ganzen Wärme seines Herzens da einzutreten, wo es galt, Ehre und Würde des Judentums gegen ungerechte Angriffe zu verteidigen, war der ebenso vornehme wie bescheidene Mann, der in keiner von uns in Frankfurt a. M. veranstalteten Versammlung gefehlt hat, unserer Sache ein treuer Helfer, dem in unserem Kreise ein dankbares Gedächtnis immer bewahrt bleiben wird. — Der Firma M. Schneider (Inhaber: Valentin Löhr und Emil Eidam) in Chemnitz, Roßmarkt 2, hatten wir mitgeteilt, verschiedene Mitglieder unseres Vereins hätten an dem von der Firma im „Berliner Tageblatt" veröffentlichten Inserat, „tüchtige Verkäufer christlicher Konfession gesucht", Aergernis genommen. Da uns bekannt fei, daß ihr Geschäft eine größere Anzahl von Juden zu seinen Kunden zähle, erbäten wir eine Aufklärung über ihre Stellung gegenüber der Beschäftigung jüdischer Angestellter. Darauf erhielten wir nachstehende Antwort: „In höflicher Beantwortung Ihrer werten Anfrage vom 9. d. M. teile ich Ihnen ergebenst mit, daß ich mich nicht dazu entschließen kann, in meinem Hause jüdische Angestellte zu beschäftigen. Hochachtungsvoll M. Schneider." * Apotheker, die öei Ausschreibung von Stessen jüdische Bewerber ausschließen. A d o r f i. V.: V. Haun. Anna Hütte N.-L.: M. Herrmann. Arnstadt i. Thür.: Or. Baderon, Hofapotheke. Ariern i. Thür.: Caanitz, Engelapotheke. Barmen: Zumbrich.

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