Im deutschen Reich
- Journal
- Im deutschen Reich
- Volume
- 16 (1910)
- Issue
- Heft 11 (November 1910)
- Article
- P. S., Erfurt
- Date
- 1910-11-01
- Page
- 757 (sequence 2)
- Language
- German
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Briefkasten. hing, die sich zum weitaus größten Teil aus Studenten und Studentinnen zusammensetzte, folgte den Ausführungen Prof. Bartels sichtlich mit sehr gemischten Gefühlen. Und mit Recht, denn wer könnte auf die Dauer das Schildgebrüll des alldeutschen Judenfressers vertragen, der mit kindlichnaivem Eifer sein Evangelium von dem heiligen römischen Reiche deutscher Nation hinausschmettert. Es ist seltsam, zu sehen, wie ein Mann, der in seiner Literaturgeschichte bis zur Zeit Kleists Hervorragendes geleistet hat und auch über die großen Prosaiker des vergangenen Jahrhunderts manches schöne Wort gesagt hat, der Gegenwart in hilflosem Haß gegenüberfteht. Der schlechte Einfluß des Judentums in der Moderne wird auch von uns nicht verkannt und ebenso entschieden bekämpft. Es heißt aber Propaganda für Israel machen, wenn man in so täppischer Weise dagegen zu Felde zieht. Das schmeckt nach Proletarierhaß, und den darf derjenige nicht haben, der eine Nationalliteratur postuliert." — Von jüdischer Seite verdient Bartels insoweit Beachtung, als seine krankhafte Besudelung des Dichters Heine unverkennbar nur auf dessen jüdische Abstammung zurückzuführen ist. Er läßt es den toten großen Lyriker, der uns als Täufling fern steht, entgelten, daß der von ihm überschätzte Einfluß der Juden auf die Literaturgeschichte den poetischen Schöpfungen des „großenBartels" nicht zu statten gekommen ist. Dabei erzielt er aber den sicher nicht von ihm beabsichtigten Erfolg, den unzähligen christlichen Verehrern Heines beständig in Erinnerung zu bringen, was die deutsche Lyrik einem jener charakterschwachen Intelligenten verdankt, die dem Judentum nur deshalb untreu werden, um ihr Talent leichter zu Anerkennung zu bringen. £>. ©., Vxeslau, In der von ihm Ende September d. I. versandten Preisliste seiner durch „Masseneinkauf bei den Behörden" erworbenen Geschirrsachen, Reitzeugen, Decken usw. empfiehlt Herr G. Loll in Grünberg i. Schlesien sein Geschäft als „Christlich e Firma" und „leistungsfähigste Firma der Branche". Sollten Sie Bedarf an „N euenDrel l- Freß beuteln" haben, die er statt mit 1,25 M. für 60 Pfg. anbietet, dann machen Sie bei diesem Altwarenhändler, der gewiß vorurteilsfrei genug ist, auch an Juden zu verkaufen,