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Im deutschen Reich · 1910-11-01 · Heft 11 (November 1910) · p. 754

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Journal
Im deutschen Reich
Volume
16 (1910)
Issue
Heft 11 (November 1910)
Article
[Ohne Titel] / Kaufmann, A.
Date
1910-11-01
Page
754 (sequence 4)
Language
German
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IRI
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Im deutschen Reich. 77)4 Lörrach gehalten hat. Infolge dieser Veröffentlichung erhalten Wir folgendes Schreiben: Durch einen hiesigen Bekannten ist mir die September- Nummer Ihrer Zeitschrift in diesen Tagen zugestellt worden. Ich sehe aus derselben (S. 617/18) zu meinem Erstaunen, daß eine Aeußerung in einem Vortrag von mir als Beleg für den jüdischen Blutaberglauben im Zusammenhang mit Ritualmorden verwendet wurde. Es liegt mir daran, festzustellen, daß nur ein v o l l k o m m e n e s Mißverständnis meiner Darlegung diesen Sinn geben konnte. Ich sprach, ausgehend von der Passahfeier beim Auszug aus Aegypten (Exod. 12, 7. 13 u.. a.) über die Bedeutung des orientalischen Gebrauchs, Türpfosten usw. mit Tierblut zu bestreichen, und es ist mir auch jeder Gedanke an „Ritualmorde" und ähnliche haltlose Anschuldigungen dabei ferngelegen. Als ich den betr. Vortrag seinerzeit im Bernoullianum in Basel hielt, ohne zu wissen, daß in der zahlreichen Zuhörerschaft auch Juden waren, erhielt ich von dieser Seite nachträglich mehrere Beifallskundgebungen; dies mag Ihnen überdies beweisen, wie sehr ich in dem angeführten Bericht der „Deutsch-Sozialen Blätter" mißverstanden worden bin. In Hochachtung ergebenst. gez. A. Kaufmann, Stadtpfarrer. V — Wie wir uns durch genaue Darlegungen des Sachverhalts seitens der Redaktion des „Generalanzeigers der Stadt Frankfurt am Mairt" überzeugt haben, sind die in unserem Oktoberheft kritisierten Sätze in dem „Sonntagsbild aus Friedberg-Nauheim" nicht antisemitischen Tendenzen entsprungen, so nahe diese Annahme, wie der Verfasser, der selbst Jude ist, zu gibt, auch liegt. Daß nur ein Teil der Auflage (von der Gesamtauflage von 145 000 etwa 30 000 Exemplare, die schon mit den ersten Zügen weggegangen waren) den von uns beanstandeten Passus enthielt, ist darauf zurückzuführen, daß der Redakteur selbst

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